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die scheinbare Geschwindigkeit der Sonne nach ihrer großem oder gerin-gern Entfernung von der Erde veränderlich ist, und zweitens, weil dieSonne durch ihre scheinbare Bewegung Bögen beschreibt, die in Beziehungauf den Erdgleicker mehr oder minder geneigt sind. Im Durchschnittläßt sich jedoch annehmen, daß die Sonnentage ungefähr 4-» länger alsdie Sterntage sind.
Der mittlere Tag ist derjenige, welchen man erhält, wenn -
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von der Dauer des Jahres genommen wird, und den eine vollkommenregnlirte Pendeluhr anzeigt, welche mit dem scheinbaren Lauf der Sonnein einer gegebenen Zeit übereinstimmen und ein Jahr später sich wiederauf demselben Punkte befinden wird. Diese Uhr, hat sie einen absolutregelmäßigen Gang, wird in Beziehung auf den wahren Tag abwechselndvor- und nachgehen; nach Verlauf des Jahres ist aber alles kompensirt.Dieses Vorgehen und Nachbleiben der Uhr bildet das, was man dieZeitgleichung nennt, die also den Unterschied zwischen der wahren und dermittlern Zeit ausdrückt, und in den astronomischen Kalendern für jedenTag, in den für das bürgerliche Leben bestimmten Kalendern aber ge-wöhnlich für Zeitraüme von fünf zu fünf Tagen angegeben ist, und zurBerichtigung der Uhren dient, wenn man wahre Zeit haben will; dennalle unsere Uhren können, in ihrer Eigenschaft als Maschinen, nur nachmittlerer Zeit gehen.
Ganz verschieden von diesen Stern-, wahren und mittlern Sonnen-Tagen ist der natürliche Tag, indem dieser die Zeitdauer ausdrückt, wäh-rend welcher die Sonne über dem Horizont verweilt. Wir kommenunten darauf zurück, um zuvor ein Paar Tabellen einzuschalten, welchedazu dienen, Äquatorbogen in Zeit, und umgekehrt, Zeit in Bogen zuverwandeln; ihre Bedeütung ist aus einem frühern Kapitel zur Genügebekannt.