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Erster Band.
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gesetzten Hemisphären von einander ab; so haben die Moreoten in Eüropaihre Gegenwohner in der Bevölkerung des Südrandes vom Kaplande inAfrika; bei ihnen sind die Tageszeiten einerlei, die Jahreszeiten aber ent-gegengesetzt. Endlich haben wir die Gegenfüßler oder Antipoden, d. h.Menschen, die so anf der Erde wohnen, daß von den Fußsohlen des einenbis zu den Fußsohlen des andern ein Durchmesser der Erde gezogen wer-den kann; daher sind sie zwei Quadranten oder die Hälfte eines größtenKreises von einander entfernt, oder sie haben, bei gleich großer, aber un-gleichnamiger Latitudo, einen Unterschied von 180" in der Longitudv: soleben die Antipoden der Bewohner von Portugals nördlichen Provinzenauf der Nordspitze der neuseeländischen Insel Tawai Poenamu. Bei denAntipoden finden entgegengesetzte Tages- und Jahreszeiten Statt. Eineleicht anzustellende Betrachtung zeigt erstens, daß die Gegenfüßler desÄquators zugleich Nebenwohner sind, und die Äquatorbewohner keine Ge-genwohner haben, beides darum, weil hier die Polhöhe Null ist; zweitens,daß, wäre es möglich, unter dem Pol zu leben, die dortigen Menschenkeine Nebenwohner haben und ihre Antipoden zugleich Gegenwohner seinwürden; endlich drittens, daß alle drei Klassen nur zwischen dem Äquatorund den Polen vorkommen können.

Der in den vorhergehenden Kapiteln dargestellte Gegenstand geht denErdkörper im Ganzen an. Es ist jetzt nöthig, seine einzelnen Theile,seine Glieder näher kennen zu lernen. Sie bieten eine so große Fülle vonErscheinungen dar, daß, um Ordnung und Übersicht in die Betrachtungeines so verwickelten Ganzen zu bringen, es nothwendig ist, Folgendesvorauszuschicken.

Unter allen Körpern, welche, so weit wir wissen, unsern Planeten zu-sammensetzen, bemerken wir ganz im Allgemeinen eine dreifache Verschie-denheit, welche von dem Aggregat- oder Kohäsions-Zustande ihrer Masseherrührt; sie sind nämlich entweder fest, oder flüssig, oder gasig (luftför-mig). Das Wesen dieser Begriffe zu erlaütern, gehört in die allgemeineNaturlehre; wir unterscheiden indeß demgemäß an der Erde einen festenTheil, den mineral5schen oder das Land, einen flüssigen Theil, das allge-meine Gewässer der Erde, das Meer rc., und einen luftförmigen Theil,den Dunstkreis oder die Atmosphäre, welche den Erdkörper umgiebt. Diesendrei Hauptmassen, welche die Erde zusammensetzen, läßt sich Alles unter-ordnen, was wir an den einzelnen Theilen derselben betrachten können.