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Erster Band.
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Mengung, eine Ansicht, an deren Spitze Berzelius, einer der ausgezeich-netsten Chemiker der heutigen Zeit, steht.

Die der atmosphärischen Luft eigenthümlichen, vorzüglich merkwürdi-gen Eigenschaften sind ihr Ausdehnungsbestreben (Expansibilität) und dieSchwere. Die Luft ist expansibel und dehnt sich, wenn kein Hindernißihrer Expansion vorhanden ist, zu einem Raume aus, dessen Gränzen mannicht kennt. So wie aber der Raum wächst, zu welchem eine Masse Luftsich ausdehnt, so nimmt auch ihre Expansivkraft ab, weil sie nun nichtmehr mit demselben Grade von Kraft ihren Raum erfüllt. Bei derAusdehnung einer Masse Luft in einem größer» Raume nimmt ihre Dich-tigkeit ab; und die Dichtigkeit, die sie jetzt noch hat, verhält sich zu dervorigen Dichtigkeit, wie der Raum, den sie vorher einnahm, zu demRaum, in welchen sie sich ausgedehnt hat. Die Luft läßt sich aber auchzusammendrücken, oder sie ist kompressibel, und nimmt, wenn eine dieExpansivkraft überwiegende Kraft wirkt, einen engern Raum ein. Jemehr aber die Luft zusammengepreßt wird, desto größer wird ihre Dich-tigkeit und der Grad der Kraft, womit sie ihren Raum ausfüllt, desto !mehr widersteht sie also auch der sie zusammendrückenden Kraft. Der !Grad der Znsammendrückung hat folglich für unsere endlichen Kräfte seineGränzen. Ist Luft in einem Gefäße eingeschlossen, so übt sie gegen dieWände desselben denselben Druck, als die Kraft ausüben würde, mit dersie bis zu ihrem dermaligen Grade der Dichtigkeit zusammengepreßtworden ist.

Weil die Luft schwer ist, so muß sie durch ihr Gewicht Druck aus-üben. Höher liegende Luftschichten müssen also auf die darunter liegendendurch ihr Gewicht pressen. Wenn demnach die ganze Masse Luft sich selbstüberlassen im Gleichgewicht ist, so kann ihre Dichtigkeit nicht durchausgleichförmig, vielmehr müssen die untern Schichten, wegen der Kompres- ,sibilität der Luft und des Gewichtes der darüber liegenden Schichten, ineinen engern Raum gepreßt, folglich dichter sein, es muß also die Dich-tigkeit der Schichten abwärts zunehmen. Mit dieser Zunahme der tieferliegenden Schichten muß aber auch die Expansivkraft derselben wachsen,und das absolute Ausdehnungsbeftreben eines jeden ihrer Theile dem Ge-wicht der darüber stehenden Saüle proportional sein. Die Erfahrungbestätigt dieses. Füllt man eine Glasröhre, die an einem Ende zuge-schlossen und länger als 28 Pariser Zoll oder 2'/- Fuß ist, mit Quecksil-ber ganz an, hält das offene Ende mit dem Finger zu, kehrt, sie hieraufum, stellt sie in ein mit Quecksilber angefülltes Gefäß und zieht denFinger weg, so fällt das in der Röhre befindliche Quecksilber nicht in das