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der Oberfläche des Meeres und auf Hochebenen, die sich 7800 bis 8400Fuß über dieselbe erheben, die nämlichen. Diese Gleichzeitigkeit soll ineinigen Gegenden der gemäßigten Zone nicht Statt finden, und z. B. imKloster auf dem Großen St. Bernhard das Barometer in denselben Stun-den fallen, wo es in Genf steigt. Wenn dieses Phänomen in Europaallgemein Stgtt findet, so bleibt noch zu wissen übrig, ob ausgedehnteHochebenen es eben so erzeügen, wie enge Bergpässe.
4. Die Veränderungen werden langsamer bei den konkaven und kon-vexen Scheiteln der Kurve, welche sie darstellt, d. h. wenn die Barometer-stände wechselweise ihren höchsten oder niedrigsten Stand erreichen; undin einigen Gegenden der Erde scheint das Quecksilber eine sehr beträcht-liche Zeit hindurch still zu stehen. Diese Zeit wechselt zwischen einer Vier-telstunde und zwei Stunden; und man muß, indem man die halbe Dauerdes Stillstandes scharf bestimmt, einen Unterschied machen zwischen demwahren Augenblick des Maximums und der Zeit, wo das Barometer fürunsere Sinne aufhört zu steigen oder zu fallen.
5. Im Allgemeinen genommen findet man in der heißen Zone, zwi-schen dem Äquator und dem Parallel von 15° nördlicher und südlicherLatitudo, daß weder heftige Winde, die Stürme, noch Erdbeben, nochplötzliche Veränderungen in der Wärme und Feuchtigkeit das Periodischeder Barometer-Variationen unterbrechen oder modificiren. Es verdientum so mehr Aufmerksamkeit, daß in einigen Tropen-Gegenden von Asien,wo die Monsune mit großer Heftigkeit wehen, die Regenzeit den Typusder stündlichen Veränderungen durchaus verbirgt, und daß um dieselbeZeit, wo diese Veränderungen im Innern des Festlandes, an den Küstenund in den Meerengen unmerklich sind, sie sich unter denselben Parallel-kreisen ohne irgend eine Störung auf dem hohen Meere zeigen.
6. Zwischen den Wendekreisen sind ein Tag und eine Nacht hinrei-chend, um die Gränzstnnden und die Dauer der kleinen atmosphärischenEbben und Fluthen kennen zu lernen; in der gemäßigten Zone unter Lat.44° und 48° zeigen sich die Phänomene der Periode in allen Jahreszeitenmit großer Klarheit in den Mittelzahlen von fünfzehn bis zwanzig Tagen.
7. Der ungleiche Umfang der täglichen Veränderungen erzeügt inder heißen Zone zu denselben Stunden in verschiedenen Monaten mehroder minder bedeütende Unterschiede in der Barometerhöhe. Der Umfangder Oscillationen nimmt ab, nach Maaßgabe, daß die Latitudo und diejährlichen, von zufälligen Störungen herrührenden Abweichungen zunehmen.In den höchsten Ständen des Abends ist das Quecksilber durchgängigetwas minder hoch als in den höchsten Ständen des Morgens. Wenn