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Erster Band.
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Fünftes Kapitel

Wärme der Atmosphäre. Thermometer. Bedingungen, von denen der einem Theil der Erd»oberfläche zukommende Wärmegrad abhängig ist. Formeln zur Bestimmung der Wärmeunter den verschiedenen Parallelkreisen. Gang der täglichen Temperatur in allen Monatendes Jahres. Mittlere Temperatur des Jahres. Monate, welche sie repräsentiren können.Humboldt's System der Isothermen oder der Verbreitung der Wärme über den ganzen Erd»boden. Ausführliche Entwickelung dieses Systems, insbesondere für die nördliche Hemi«sphäre. Neüere Thatsachen zur Bekräftigung desselben» Über die minder vollständigbekannte Temperatur der südlichen Halbkugel.

Zu den von fremden Ursachen herrührenden Eigenschaften der atmo-sphärischen Luft gehört vor allen Dingen der Zustand ihrer Wärme.Unter diesem Wort verstehen wir eine allgemein bekannte Empfindung,welche dnrch'ö Gefühl in uns entsteht, und, da sie ganz Sache diesesSinnes ist, nicht beschrieben werden kann. Wird diese Empfindung demGefühl beschwerlich oder gar unerträglich, so nennen wir sie Hitze. Dieentgegengesetzte Empfindung des Mangels an Wärme heißt Kälte; sie istnichts Positives, sondern etwas Negatives. Den Namen Temperaturgiebt man der jedesmaligen fühlbaren Wärme der Körper, oder dem Zu-stande der Körper in Absicht auf diese Wärme. Da die Wärme alle'bekannten Körper ausdehnt, so hat man diese Fähigkeit benützt, ihre ver-schiedenen Stufen durch die Größe der Ausdehnungen zu bestimmen undunter einander zu vergleichen. Man bedient sich hierzu flüssiger Körper,insbesondere des Quecksilbers, das in eine mit einer engen Röhre ver-sehene Glaskugel so verschlossen wird, daß seine Oberfläche in der Röhresteigt, wenn es sich ausdehnt, und fällt, wenn es sich zusammenzieht.Hiermit haben wir eine Vorstellung von demjenigen Instrumente, welchesvon einem holländischen Bauer, Namens Drebbel, erfunden worden ist,