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Erster Band.
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beiden ersten Gesichtspunkte festzuhalten, indem der dritte und vierte an-dern Zweigen der physikalischen Geographie angehören.

Es haben sich, sagt Arago, lebhafte Diskussionen unter den Meteoro-logen hinsichts der Wärme-Effekte erhoben, welche die Sonnenstrahlendurch Absorption in verschiedenen Ländern hervorbringen können. DieEinen stützen sich auf Beobachtungen, welche gegen den Nordpolar-Kreishin angestellt worden sind und das seltsame Resultat zu geben scheinen, daßdie Sonne unter hohen Latitudeu viel stärker erwärmt als unter niedri-gen Latituden. Andere verwerfen dieses Resultat oder behaupten wenig-stens, daß es nicht erwiesen sei; die unter dem Äquator angestellten undzur Vergleichung genommenen Beobachtungen scheinen ihnen nicht zahlreichgenug zu sein; überdem finden sie, daß sie nicht unter günstigen Umstän-den gemacht worden sind. Es ist dies mithin ein Gegenstand fortgesetzterUntersuchung, die nur beim heitersten Wetter und bei gleichen Sonnen-höhen angestellt werden kann. Geringe Höhen-Uuähnlichkeiten werden esjedoch nicht verhindern, die Beobachtungen zu berechnen, wenn man sichunter verschiedenen Latituden die Mühe giebt, vom Aufgang der Sonnebis zu ihrer Kulmination, und von da an bis zum Untergang der Sonneden Gang zu bestimmen, welchen der Unterschied der beiden zur Beant-wortung der Frage erforderlichen Thermometer nimmt, d. h. wie die Dif-ferenz Vormittags zu- und Nachmittags abnimmt. Windige Tage müssenbei diesen Beobachtungen ganz ausgeschlossen werden, wie auch immer dieBeschaffenheit des Himmels sein möge.

Erfahrungen dieser Art geben ein Maaß für die Durchsichtigkeit derAtmosphäre. Aber diese kann auch auf eine, gleichsam umgekehrte undnicht minder interessante Weise gefunden werden, durch Beobachtungendes nächtlichen Strahlens. Seit einem halben Jahrhundert weiß man,daß ein Thermometer, welches bei ganz heiterm Himmel auf das Graseiner Wiese gelegt wird, 6°, 7" und selbst 8" weniger anzeigt, als einganz ähnliches Thermometer, welches man in der Luft, in einiger Höheüber dem Boden, aufhängt; aber seit wenigen Jahren erst hat man dieErklärung dieses Phänomens gefunden, seit 1817, wo Wells durch zahl-reiche und manchfaltige Beobachtungen nachgewiesen hat, daß diese Ver-schiedenheit in der Temperatur durch die schwache Strahlungs-Fähigkeiteines heitern Himmels verursacht wird. Daß mau in der heißen Zone»die wegen der Reinheit der Atmosphäre so sehr gepriesen wird, immergeringere Resultate fände, würde gewiß seltsam sein, und muß zu neüenBeobachtungen auffordern.

Die Temperatur der atmosphärischen Luft ist, wie wir im sechsten