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Erster Band.
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Vom Ende des November 1570 bis Ende Februar 1571 war derWinter so hart, daß alle kleine Flüsse Frankreichs, selbst die in Languedocund der Provence, eine so starke Eisdecke hatten, daß sie beladenen Wa-gen den Uebergang gestatteten. 1594 war die See bei Marseille undVenedig gefroren (wenigstens —20°). 1603 gingen Wagen über dasEis des Rhone (—18°). Im Winter von 1620 auf 21 fiel ein so hef-tiger Frost ein, daß man von Constantinopel nach JScvdare zu Eise kom-men konnte; der nächste Winter war nicht minder streng, denn die Vene-tianische Flotte fror innerhalb der Lagunen von Venedig ein (—20"),und ein Theil der Ostsee war ebenfalls mit festem Eise bedeckt; was auch1635 erfolgte; man konnte von Bornholm nach Schonen gehen.

Drei Jahre später, 1638, waren die Galeeren in dem Hafen vonMarseille festgefroren. 1655 vom 8. bis 18. December war die Seineihrer ganzen Breite nach gefroren, dann vom 29. December his 28. Januar1656. Einige Tage nachher war sie es von neüem und blieb bis zumMärz mit Eis bedeckt. 1657 vom 24. December bis zum 8. Februar1658 fror es in Paris ununterbrochen. Bis zum 20. Januar war derFrost mäßig, dann aber ward die Kälte sehr groß. Die Seine wardurchweg gefroren. Das Thauwetter war von keiner langen Dauer; amII. Februar fing die Kälte wieder an und währte bis zum 18. Es war1658, als Carl XU von Schweden mit seinem ganzen Heere, dem schwerenGeschütze, Gepäckwagen rc. den kleinen Belt auf dem Eise passirte. 1662— 63 dauerte der Frost zu Paris vom 5. December bis 8. März. 1670konnte man von Lübeck nach, Kopenhagen in Schlitten fahren. 1676—77herrschte in Paris ununterbrochene starke Kälte vom 2. December bis 13.Januar. Die Seine war fünf und dreißig Tage lang zugefroren. 1684war die Themse in London eilf Zoll dick gefroren und wurde mit Last-wagen passirt.

Im achtzehnten Jahrhundert zeichnete sich der Winter von 1708 auf1709 durch seine außerordentliche Kälte aus: Der Busen von Venedigund die Häfen am Mittelländischen Meere zu Genua, Marseille undCette waren zugefroren (—18°); das Eis hatte die Ostsee an den KüstenPreüßens dergestalt belegt, daß man von den höchsten der auf selbigenbefindlichen Thürme das Ende davon nicht absehen konnte; und von Ko-penhagen fuhr man zu Schlitten nach Bornholm. 1716 > war die Themsebei London zugefroren und eine Menge Buden und Baracken auf dem Eiseausgestellt. Zehn Jahre später fuhr man zu Schlitten von Kopenhagennach der schwedischen Küste. 1740 war die Themse in London abermalszugefroren und die Ostsee sicherlich auch, denn die Kälte dieses Winters