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Black hat es wahrscheinlich gemacht, daß dieses Quantum eben so großsei als die Wärme, welche erforderlich ist, um Wasser in Dampf zu ver-wandeln. Wenn ein nasser Körper trockener Luft ausgesetzt wird, so wirder, in Folge der Evaporation von seiner Oberfläche, stets kühler. Des-halb werden in warmen Ländern geistige Getränke dadurch kühl erhalten,daß man die Flaschen mit nassen Tüchern umwickelt und der Luft aus-setzt. Saussnre bemerkt, daß die Ausdünstung von der Oberfläche desschmelzenden Schnee's diesen wieder zum Gefrieren brachte, wenn dieTemperatur der Luft 4° oder 5" über dem Frostpunkt betrug. Die ein-fachste Weise, den kühlenden Einfluß der Evaporation zu zeigen, bestehtdarin, daß man die Kugel eines Thermometers mit einem nassen Tucheüberzieht und der Luft aussetzt, wo man einen großer» oder geringernGrad von Erkältung wahrnehmen wird. Dies findet jedoch nicht Statt,wenn die Luft sehr dunstig ist, weil alsdann die Evaporation neütralisirtist. Wind befördert dieselbe, sowol durch Mittheilung seiner Wärme andie kältere, verdunstende Oberfläche, als auch durch Fortschleüderung desDunstes, wenn er sich gebildet hat. Im Gegentheil findet bei vollkommenstillem Luftzustande kaum eine Evaporation Statt, es sei denn, daß irgendeine Substanz vorhanden sei, welche den erzeügten Dampf absorbirt.
Aus dieses Prinzip gestützt, erfand Leölie ein schönes Verfahren, Eisin jedem Klima hervorzubringen. Ein Gefäß mit Wasser stellte er inden Recipienten einer Luftpumpe, zugleich mit einer Substanz, welche denDampf absorbirt. Der Gang der Evaporation nimmt in außerordent-lichem Grade zu, wenn die Luft aus dem Recipienten gepumpt wird, undderjenige Theil des Wassers, welcher in Dunst verwandelt wird, zieht soviel Wärme aus dem übrig bleibenden, daß dieses letztere schleimigst denZustand des Eises annimmt.
Der Thau ist ein merkwürdiges Produkt der atmosphärischen Feüch-tigkeit. Das Quantum wäßrigen Dunstes, welches in einem gegebenenRaume, z. B. einem Kubikfuß, existiren kann, ist, nach einer ziemlichallgemein angenommenen Meinung, dasselbe, es möge Luft in dem Raumesein, oder nichts außer dem Dunste selbst. Die Quantität ist bei gleicherTemperatur stets dieselbe, wird aber größer, wenn die Wärme sich erhöht;und darum wird, wenn man voraussetzt, daß der Raum bei irgend einerTemperatur mit Dunst gesättigt worden sei, ein Theil desselben in Wasser-tropfen sich verwandeln, wenn die Temperatur fällt. Hierauf gründet sichdie Erscheinung, daß ein kalter Körper, z. B. eine Weinflasche, wenn erin ein warmes, feüchtes Zimmer gesetzt wird, an der Außenseite bethautwird, und zwar vielleicht so, daß das Wasser von den Seiten herunter-
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