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am Golf von Suez, ist der lehmige Boden vom gefallenen Thau in denMorgenstunden ganz schlüpfrig, und in Alexandrien werden die Kleiderund Terrassen so naß, als ob es geregnet hätte; dieses findet im AprilStatt und tritt gleich nach Sonnen-Untergang ein. Eben so häufigmstder Thau am Persischen Meerbusen,- in Chili, und die Schiffer erkennendie Annäherung an die Küste Coromandel dadurch, daß sich Thau nieder-schlägt. Dagegen fehlt der Thau fast gänzlich anf wasserlosen Ebenen imInnern der Kontinente, so in Brasilien, in den Provinzen Bahia, Goyaz,Pernambuco und Ceara; von den Bergen Gilan's und Masenderan's biszum Persischen Meerbusen und von den Gegenden an den Alpenseen Wanund Urmia bis Kaschmir zeigt sich im Sommer keine Spur von Thau.Auf dem Wege von Aleppo nach Orfa fand Buckingham Ende Mai's undAnfang des Juni keinen Thau. Eben dieses gilt von der Wüste Nubiensund der Sahara; so wie man aber die Nähe des Tschad Sees erreicht, sowerden die Kleider ganz durchnäßt. Gleichen Einfluß von Binnenwassernerkennt man auch in andern Gegenden; so thaut es selbst in Persien inder Nähe feüchter Niederungen sehr schwach, eben so in den Ebenen west-lich vom Eüphrat am Flusse selbst, in Ägypten am Nile. In den west-lichen Gegenden Pennsylvanien's thaut es in der Nähe der Seen sehr heftigund stark. Dagegen zeigt sich der Thau auf den niedrigen Korallen-Jnseln der Südsee selten oder gar nicht, und auch Schiffe auf dem Oceanwerden nur selten feücht.
Die in der Atmosphäre schwebenden sichtbaren. Dünste werden, wennsie niedrig stehen, Nebel, wenn sie in großem Höhen schweben, Wolkengenannt. Man kann also mit Gehler sagen, daß die Wolke ein hoherin der Luft schwebender Nebel sei. Sonst findet sich kein Unterschiedzwischen beiden, wie auch daraus klar ist, weil sich aus aufsteigendenNebeln Wolken bilden, und weil man auf dem Gipfel eines mit Wolkenbedeckten Berges sich mit einem Nebel umgeben sieht. So solid aucheine Wolke dem entfernten Zuschauer aussehen mag, so muß man sichdoch unter ihr nichts dichteres, als einen Nebel vorstellen. Beides sindAnhäufungen von Dunstbläschen oder blasenförmigen Dünsten, welche derLust ihre Durchsichtigkeit benehmen und dadurch selbst sichtbar werden.Erkältung einer vorher wärmern Lust ist die gewöhnlichste Ursache derEntstehung der Nebel, eben so, wie der wärmere Hauch der Menschenund Thiere in kalter Lust sichtbar wird. Sie sind im Frühling undHerbst, und eben so des Morgens und Abends gemeiniglich am haüfigften:im Frühling und am Morgen, weil alsdann die Oberfläche der Erdeerkältet ist, und die von der Sonne schon erwärmte Luft der obern Ne-