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Die Modifikation der Wolken ist ein Ausdruck, den Howard ge-brancht, um den Bau oder die Art und Weise der Anhäufung zu bezeich-nen, in welcher der Einfluß gewisser konstanter Gesetze unter den unendlichmannigfaltigen Verschiedenheiten, die aus zufälligen Ursachen entstehen,deutlich hervorgeht. Daher sind die Haupt-Modifikationen eben so deut-lich von einander zu unterscheiden als ein Baum von einem Berge, oderein Berg von einem See; obschon Wolken von derselben Modifikation,mit einander verglichen, oft nur die gemeinschaftliche Ähnlichkeit haben,welche a zwischen Bäumen, Bergen, Seen, besteht.
Es »nd verschiedene Modifikationen, welche Howard
folgender Maßen nennt und definirt: — CirruS, eine Wolke, welche miteiner Haarlocke oder dem Bart einer Feder Ähnlichkeit bat; parallele,geschlängelte oder divergirende Federn, die in ihrer Ausdehnung oderRichtung unbegränzt sind. Cumulus, eine Wolke, welche von oben indichten konvexen oder konischen Hausen zunimmt. Stratus, eine große,fortlaufende glatte Wolkenschicht, die von unten herauf wächst. ZweiModifikationen giebt es, welche von einer Beschaffenheit zu sein scheinen,die zwischen jenen drei liegt; diese sind: — Cirro-Cumulus, ein zusam-menhangendes System von kleinen, rundlichen Wolken, in dichter Ord-nung, oder im Contakt; — Cirro-Stratus, ein horizontales oder schwach-geneigtes Blatt, das an seinem Umfange verdünnt, abwärts konkav oderwellenförmig ist. Gruppen oder Stücke von Wolken haben diese Karaktere.Dann giebt es noch zwei Modifikationen, welche von zusammengesetztemBau sind, nämlich: — Cumulo-Stratus, eine Wolke, in welcher dieStruktur des Cumulus mit dem des Cirro-Stratus oder Cirro-Cumulusvermischt ist; der Cumulus am Gipfel abgeflacht und über seiner Basishangend. Nimbus, eine dicke Wolke, die sich in eine Krone von Cirrusansspreitzt und darunter in Regen übergeht.
Howard begann seine Beobachtungen vor länger als einem Viertel-Jahrhundert, und Thomas Förster ist viele Jahre lang mit ähnlichenBeobachtungen beschäftigt gewesen. Aus allen diesen ist zuletzt eine Theoriehervorgegangen über die Bildung und die Veränderungen der Wolken,welche ganz auf die Phänomene gestützt worden ist, die sich während ihrerBildung, ihrer Veränderungen und endlichen Auflösung in Regen zuerkennen geben. Um so viel als möglich, sagt Murray, eine besondereHypothese als zu voreilig zu vermeiden, wollen wir bloß eine Beschrei-bung der beobachteten Phänomene geben.
Was zuerst die Art und Weise, wie die Wolken in'der Luft hangen,anbetrifft, so sind die Naturforscher nicht darüber einig. Im Anfang