Ort.
JährlicheRegenmengein Pariser Zollund Linien.
Prozente des jährlichen Quantums im
Winter.
Frühling.
Sommer.
Herbst.
Madeira.
26 . 0,o
50,9
16,3
2,8
30,3
Lissabon .
25 . 4,s
30,g
33,9
3,4
22,s
Mafra.
41 . 6,g
53,4
27,s
2,7
16,4
Für Portugal theilt Kämtz noch einen dritten Punkt mit, Coimbranämlich, der sich durch sein außerordentlich großes Regenquantum aus-zuzeichnen scheint, denn es beträgt im Durchschnitt, nach zweijährigenBeobachtungen, 111'/- Zoll, aber auch bei ihm ist das Minimum imSommer, mit 17,s Prozent.
2 ) Während in jener ersten Gruppe der Sommer so arm an Regenist, finden wir dagegen nördlich von den Pyräneen fast das ganze Jahrhindurch mehr oder weniger reichliche Niederschlägt. Aus der Untersu-chung der Bedingungen, unter denen sich der Regen in dem nördlich vonden Pyräneen und den Alpen liegenden Theile von Eüropa vorzüglichzeigt, findet Kämtz, daß sich hier zwei Klima-Gruppen unterscheidenlassen, welche er die von Mitteleuropa und Schweden nennt. In jenerregnet es vorzugsweise bei westlichen Winden, deren Richtung in einzel-nen Gegenden durch Gebirge abgeändert wird; indem aber diese westlichenWinde den Kamm der Skandinavischen Gebirge erreichen, verlieren sieihr Wasser, und daher sind in Schweden die östlichen Winde diejenigen,welche Regen bringen. Dieses Verhältniß zeigt sich auch in Finnlandund läßt sich wahrscheinlich noch tief in das Innere von Rußland ver-folgen. Petersburg und Moskau scheinen an der Gränze beider Klima-Gruppen zu liegen, und daher finvet man an keinem von beiden Orteneinen vorherrschenden Regeuwind.
3) Wenn wir von der Küste Englands nach dem Innern von Eüropaübergehen, so nimmt sowol die Menge des jährlich herabfallenden Wassersals auch die Zahl der Regentage ab, und nur an der Gränze der erwähn-ten klimatischen Gruppen scheint die Zahl der Niederschlüge bedeütenderzu werden. Daneben verändert sich zugleich die Vertheilung des Regensim Jahr. An der Westküste Englands find die Regen im Winter bedeu-tender, als die Sommerregen; so wie wir aber tiefer landeinwärts gehen,erhalten diese das Übergewicht über jene. Am auffallendsten tritt dieserGegensatz zwischen dem Kontinental- und Küsten-Klima in Skandinavien