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plötzlich, zuweilen bewegen sie sich aber auch sehr schnell längs der Ober-fläche des Meeres und dauern eine Viertelstunde oder länger. In derNacht ereignen sich Wasserhosen selten. Die Gefahr, die mit ihnen ver-knüpft ist, scheint nicht so außerordentlich groß zu sein, als man sichgewöhnlich vorstellt, denn man hat gesagt, daß, wenn sie brechen, dieherabstürzende Wassermasse groß genug sei, um ein Schiff zum Sinken zubringen. Dies scheint nicht der Fall zu sein, denn das Wasser fallt nurin Gestalt von starkem Regen herab, wenn die Hose von dem aufsteigen-den Wirbelwind gebrochen wird; kleine Schiffe laufen jedoch Gefahr, um-geworfen zu werden, wenn sie viele Segel beigesetzt haben, und großeSchiffe, ihre Masten zu verlieren. Kanonenschüsse können die Wasser-hosen brechen, weil die Erschütterung, welche die Atmosphäre durch dieExplosion erleidet, die Kvhäsionskraft des Wirbels zerstört. In der Näheder Wasserhosen kriecht der Wind in den plötzlichsten Veränderungen be-ständig aus und ein; und dies trägt wesentlich dazu bei, das Phänomenfür die Schifffahrt gefürchtet zu machen. Verschieden von ihm ist dereigentliche Wirbelwind zur See, der, in der Nähe von hohen Gebirgs-küsten durch einen Fallwind entstehend, sich in einer Spiral- oder wir-belnden Bewegung auf der Oberfläche des Meeres fortsetzt.
Die Erscheinung der Windhose auf dem Lande giebt sich auf eineähnliche Weise zu erkennen, wie die Wasserhose. Sie zieht beweglicheKörper von der Erde an und reißt sie in schnell wirbelnder Bewegungmit sich fort; es blitzt aus diesem Meteor zwar nicht immer, aber dochoft und bald darauf oder zu gleicher Zeit fällt Regen, auch wol Grau-peln. Die wirbelnde Bewegung ist außerordentlich, Baume und Gebäudewerden niedergerissen, wenn sie das Meteor beftreicht, und cS zeigt sichbei ihm, wie auf dem Meere, die Erscheinung, daß der Wind den ganzenHorizont zu durchlaufen pflegt, woraus man schließen kann, daß im Um-kreise der Gegenden, wo das Meteor sich zeigt, Zersetzungen in der Atmo-sphäre vorgehen, welche ein Herbeiströmen der Luft von allen Seitenverursachen.
Kommen wir zu dem dritten Gesichtspunkte, unter welchem die Luft-strömungen betrachtet werden können, so haben wir beständige, periodischeund veränderliche Winde. Beständige sind diejenigen, welche stets nachderselben Richtung wehen und Passat-Winde genannt werden (im Eng-lischen Halle sd. h. Handels-^ ^Vinlls, im Französischen veuts -llixe«).Periodische Winde, oder diejenigen, welche während einer Hälfte des Jah-res immer einer nämlichen Richtung, und während des andern Halbjahreseiner Richtung folgen, welche jener entgegengesetzt ist, nennt man allge-