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Erster Band.
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Die Rubriken der Mittelwerthe enthalten nicht immer das wahre Mittelder zwei Gränzzahlen für jeden Monat; diese Mittelzahlen neigen sichetwas von dem wahren Mittel ab nach der äußersten Gränze hin, welchevon der Mehrheit der Schiffe beobachtet worden ist. Die Zahlen der letz-ten Rubrik drücken die Breite der Region aus, in welcher zwischen denmittlern Gränzen der Passate die veränderlichen Winde herrschen; dieseRegion liegt, wie man sieht, fast immer nördlich vom Äquator und istam breitesten in den Sommermonaten, d. i. in einer Zeit, wo die Pas-sate zwischen O. und O.S.O. wehen und die größte Kraft haben. Warumnicht der Äquator selbst, wie man es wol erwarten sollte, die Mitte derZone der veränderlichen Winde bildet, rührt von dem Umstände her, daßder S.O. Passat mit größerer Kraft weht, als der N.O. Passat, und die-sen zurückzudrängen strebt, mithin in die nördliche Hemisphäre übertritt;und da der Wind nur aus Temperatur-Differenzen entsteht, so könnenwir schließen, daß der Unterschied der Wärme zwischen dem Äquator undder südlichen Halbkugel größer sei (weil der Effekt größer ist), als zwischendem Äquator und der nördlichen Halbkugel; mit andern Worten, jeneHälfte der Erde ist, abgesehen von den Erscheinungen auf dem Lande,kälter als diese Hälfte. Die beständigen Winde sind sehr gleichförmigund gelind; ihre Geschwindigkeit übersteigt nicht 10 bis 15 Fuß in derSekunde; man durchschifft, sagt A. von Humboldt, den Ocean auf einemstillen und friedlichen Meere, das die spanischen Seefahrer ei 6o!to äeIs8 Hamas, den Golf der Damen, nennen, weil selbst Frauenhände hierfähig sein würden, ein Schiff zu regieren. Frischer wehen die Passateaber auf der Südsee.

In der Mitte zwischen den beständigen und den periodischen Windenstehen die Land- und See-Winde, welche als eine Art abwechselnder Luft-strömungen angesehen werden können, und durchgängig bei beständigemWetter an Küsten und Inseln zwischen den Tropen wahrgenommen wer-den. Sie entstehen aus dem Umstände, daß das Land ein besserer Wär-meleiter ist als das Wasser, und das Land folglich von den Sonnenstrah-len einen höhern Wärmegrad anzunehmen fähig ist als.das Meer; dieseZunahme der Temperatur während des Tages verdünnt die aufliegendeTemperatur und ein Strom kälterer Luft rauscht von der See herbei, umden eingetretenen Mangel zu ersetzen, und bildet so diejenige Luftbewe-gung, welche Seewind genannt wird. Der Lauf dieser Strömung ist nachder See regressiv, da sie dicht am Gestade anfängt, wo die Bewegung derLuft zuerst nach dem Lande sich hinneigt und allmälig nach dem Meere

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