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silber kurze Zeit vor dem Wechsel deö Windes an zu steigen; mehrentheilsgeht der Veränderung auch Regen vorher und folgt ihr zuweilen eine kurzeZeit lang.
Beobachtet man das, was auf einem Punkte vorgeht, welcher deramerikanischen Küste am nächsten liegt, desjenigen, welcher in das Landeindringt, wenn der Orkan den Kontinent erreicht, so nimmt man wahr,daß der Wind aus O. oder N.O. zu wehen anfängt und mehr oder minder allmälig über N. nach N.W. oder W. geht, wo er endigt. Auchhier ist gewöhnlich der erste Theil des Orkans (aber nicht immer) mitRegen verbunden, und der letzte mit heiterm Wetter. Jedoch muß bemerkt-werden, daß in der Nähe des Parallels von 3ü° und auf der Küste vonCarvlina, gegen die der Sturm schief stößt, während die Bahn plötzlichvon der nördlichen Richtung in die östliche überspringt, der Wind aufder Centrallinie aus O. oder N.O. zu wehen anfängt und allmälig, nachMaaßgabe, daß der Orkan vorschreibet, in den S.O. übergeht.
Untersucht man die obigen Thatsachen aufmerksam, so wird es ein-leuchtend, daß derjenige Theil der Atmosphäre, welcher für eine Zeit diegroße Masse des Orkans bildet, eine wagerechte Notations-Bewegung umeine senkrechte oder etwas geneigte Achse beschreibt, welche mit demSturm fortrückt; daß diese Umdrehung von der Rechten zur LinkenStatt findet, und so der Orkan dieselben Erscheinungen darbietet, alsder gewöhnliche Wirbelwind; indem der Hauptunterschied zwischen beidennur in der Größe des Maaßstabes besteht, nach welchem das Phänomenerfolgt. Dieser Gesichtspunkt, ist er richtig aufgefaßt, giebt eine genü-gende Erklärung von den verschiedenen Erscheinungen des Orkans, welcheman ohne denselben schwer verstehen würde; er stimmt vollkommen über-ein mit der längst festgestellten Thatsache, daß sich der Wind in den ver-schiedenen Phasen eines Orkans, auf einem der Ränder seines Weges,wie die Seeleute sagen, mit der Sonne, oder von der Linken zur Rechtendreht, während diese Drehung auf dem gegenüberstehenden Rande gegendie Sonne, oder von der Rechten zur Linken geschieht. Diese Umständeergeben sich nothwendig aus dem Gange eines Wirbels, dessen rotirendeBewegung horizontal ist.
Sowol in niedrigen als hohen Latitnden fällt das Barometer bestän-dig während der ersten Hälfte des Sturms, und zwar auf allen Punktenseiner Bahn, ausgenommen vielleicht auf ihrem aüßeru Nordrande, undgiebt so das schnellste und sicherste Zeichen von seiner Annäherung. Inder zweiten Hälfte steigt es wieder und erreicht gewöhnlich sein Maximum,wenn der Sturm aufgehört hat.