Band 
Erster Band.
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Samieli oder Samum, bald unter dem desHarmattan bekannt. Er ent-steht auf den brennenden Sandflächen der genannten Länder und wehetin den benachbarten Kulturftrichen fast immer aus der Richtung, inwelcher die Wüste zu ihnen liegt; so am Senegal und dem größten Theilder Guinea-Küste ans N.O.; in Unter-Ägypten anS S.S.W. und S.W.;in Tor, am Meerbusen von Suez, aus N.O.; in Syrien aus S.O.; inMekka, in Arabien, aus O.; in Bagdad, am Eüphrat, aus W.; inBafra, an der Mündung des Eüphrat-Tigris, aus N.W.; in Surat, inHinduftan, aus N.; doch finden hierbei auch Ausnahmen Statt. ImGanzen genommen sind diese Winde einmcher mehr oder minder ähnlich;außerordentlich heiß und meistentheils trocken führen sie seinen Sand,aus der Wüste mechanisch emporgehoben, mit, wirken aus die menschlicheGesundheit schädlich ein und sind in manchen Fällen tödtend gewesen.Wenn es gleich der Länderkunde vorbehalten bleibt, die Erscheinungendieses Windes in den einzelnen Gegenden, wo er herrscht, nachzuweisen,so wollen wir doch hier eines Falles erwähnen, um die Natur desselbennäher kennen zu lernen. Graf ReSdiwesky, der ihn in Syrien, auf einerReise nach Palmyra zu beobachten Gelegenheit hatte, theilt darüber Fol-gendes mit: — Der pestartige Wind, welcher sich in den Wüsten Arabienszeigt, und den Tod so vieler Pilger, die nach Mekka ziehen, veranlaßt,heißt im Arabischen buchstäblich Samum, welches einen brennenden Windbedeütet, der in Zwischenraümen und des Nachts weht; man nennt ihnauch Harrur, den brennenden Nachtwind. Der Unterschied zwischen denBenennungen Samum und Harrur ist, daß die erstere den Begriff desGiftes in sich faßt. Das Wurzelwort von Samum ist eigentlich Samma,Gift beibringen; Samma bedeütet Gift, Sammon bedeütet vergiftet. DieAraber der Wüste nennen ihn Sumbuli, welches aus Sam, Gift, undBullaton, so viel als Nässe, Feüchtigkeit, oder Bullaton, feüchter Wind,welcher Nässe hervorbringt, zusammengesetzt zu sein scheint. Vielleichtmuß man sagen Saam ballaton, d. h. vergifteter, feüchter und Nässebringender Wind. Unter dem Begriff feücht muß man sich nicht wäffrigdenken, oder was Regen mit sich führt, sondern mit Dünsten beladen,wie der Dunst von kochendem Wasser. Der Sumbuli, oder Samieli,wie ihn die Türken nennen, zeigt sich in der Wüste ungefähr von derMitte des Juni bis zum 21. September. Man empfindet ihn währendeines sehr heftigen S.W. Windes. Er ist brennend und weht in mehroder weniger heißen, mehr oder weniger langen Stoßen; doch übersteigtjeder derselben, auch der kürzeste, die Zeit, während welcher ein Menschden Athem anhalten kann. Dieser Wind besteht in einer Aufeinanderfolge