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Elisabeth Louise den Antillen sich näherte und am 8. Januar 1831 durchden Kanal zwischen Antigua und Guadeloupe in das Caraibische Meereinfuhr. Von Jamaica schiffte Kapt. Moritz nach St. Thomas und tratvon dort aus seine Rückkehr nach Europa am 28. April 1831 an. DerPassat, welcher während der ganzen Fahrt in den westindischen Gewässernziemlich regelmäßig aus N.O. geweht hatte, nahm bei der Abreise vonSt. Thomas (Lat. 18° 25' N>, Long. 67° 29' W.) eine östliche Richtungan und ging am 1. Mai verloren in Lat. 25° 37' N., Long. 63° 6' W.,um veränderlichen Winden Play zu machen, die mit West eintraten.Von den sieben und dreißig Tagen, welche zwischen dieser Polargränzedes Passats und der europäischen Küste verflossen (das Lenchtfeüer aufden Scilly-Jnseln wurde am 5. Juni 19^ Abends erblickt), wehte eswährend zehn Tagen aus N. und N.O., die ganze übrige Zeit aus derwestlichen Gegend, bisweilen auch aus Süden, doch selten.
Das Schiff Friedrich Wilhelm III., auf der Reise von Hamburg nachNeü-Orleans, nachdem es zwischen dem 2. Mai 1830 in Lat. 49° 19'9t., Long. 31° 51' W. und dem 6. Mai in Lat. 37° 44' 9t., Long. 38°5' W. einen sehr frischen Nvrdostwind bei gutem Wetter und jenseitsdieser Gränze westliche und südliche Winde bei veränderlicher Witterunggehabt hatte, fand die Polargränze des Nordost-Passates am 16. Maiin Lat. 23° 41' N., Long. 46° 18' W. Der Passat wehte so lebhaft,daß das Schiff in sechs Tagen eine Strecke von fast tausend Seemeilenzurücklegte und man bereits am 22. Mai die Insel Desende zu Gesichtbekam. Je weiter der Friedrich Wilhelm gegen Westen vorrückte, destomehr neigte sich der Passat gegen Osten und wurde völlig ein Ostwind,als das Schiff das Caraibische Meer betreten hatte. Er blieb innerhalbder Antillen (die Fahrt ging zwischen Jamaica und Cuba durch) bestän-dig und ging erst verloren, als man am 5. Juni Mittags Lat. 27° 51'N., Long. 90° 0' W. nach Kronometer, erreicht hatte, eine Position,welche ungefähr hundert fünf und zwanzig nautische Meilen von denMündungen des Mississippi entfernt ist; hier traten südliche Winde ein.Am 7. Juni ging das Schiff innerhalb der Barre auf 2'/? Faden Tiefevor Anker. Die Reise hatte sieben und fünfzig Tage gedauert. Auf derRückkehr nach Eürvpa, die am 29. Juni 1839 angetreten wurde, schlugFriedrich Wilhelm III. den gewöhnlichen Weg durch die Straße von Flo-rida ein und war nach einer zehntägigen Fahrt am 9. Juli außerhalbderselben in Lat. 28° 2 ' N., Long. 8l° 27' W., von wo der Kurs nord-östlich und Ost gesetzt wurde, um sobald als möglich in die Region desperiodischen Nück-Passats, in die der Südwest-Winde zu gelangen, die,
Berghaus, Bd. I. 22