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Erster Band.
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Unter demselben Parallel von 56'/-° S. beobachtete Kapt. Bastl Hallim November (Frühling) 1820 die Barometerhöhe — 332'", 7 ., und imAugust (Winter) 1822 — 325"',, 7 .

Diese außerordentliche Depression des Luftdrucks in den Gegenden umden Südrand von Amerika, welche nach den Beobachtungen an Bord derPrinzeß Louise 6 bis 7 Linien unter dem mittlern Barometerstände dertropischen Mecresfläche beträgt, hat ihres Gleichen auch in der nördlichenHemisphäre, an der westlichen Küste von Kamtschatka, wo, nach AdolfErman's Beobachtungen in Tigil (Lat. 58° N.) verbunden mit denen vonGmelin in Balscherezk (Lat. 52'/,° 9k.) für den Parallelkreis von Lat.56'/,° N., sich seltsamer Weise, fast derselbe Barometerstand herausstellt,welcher für den gleichnamigen Parallel am Kap Hoorn gefunden wurde,nämlich 331'", 57 . Auch hier im Norden der Erde sind es ohne Zweifelsüdliche und südwestliche Luftströmungen, welche das Barometer so tiefHerabdrücken; denn wissen wir gleich nichts bestimmtes über die herr-schenden Winde im Ochozker Meere zu sagen, so läßt sich doch vermuthen,daß sie denen an der Ostküste von Kamtschatka analog sein werden, undhier wehen die Winde, nach Krusenstern's, Wasstljeff's, Beechey's u. A.Erfahrungen fast das ganze Jahr aus dem Quadranten, welcher vonSüden und Westen begränzt ist.

Über den Gang des Barometers in den Umgebungen von Kap Hoorntheilt Kapt. King folgende Thatsache» mit: — „Als wir uns, sagt er,nördlich vom Staaten-Land befanden, drei Tage vor dem Vollmond,welcher am 3. April (1829) erfolgte, hatten wir sehr nebliges Wettermit schwachen Winden aus Osten und Norden, welche ein Sinken derQuecksilbersäule von 336'", ss auf 332'", ,z verursachten. Am Tage desVollmondes stieg das Barometer, und wir hatten schönes Wetter, wäh-rend dessen die Berge auf Staaten-Land ganz wolkenfrei waren, eben sodie Berge des Feüerlandes. Mittags indessen trat ein frischer S.W. einund hüllte das Land in dicken Nebel. Kaum hatte sich der Wind gedreht,als das Quecksilber auf 337'",-- stieg, dann aber am nächsten Morgenwieder fiel. Mit diesem Sinken war ein Wenden des Luftstroms ver-bunden, der heftig aus N.W. blies und von dickbewölktem Himmel undRegen begleitet war, welcher bis zum folgenden Mittag dauerte, als derWind sich nach S.W. drehte und das Barometer langsam wieder auf332'",gestiegen war; aber gleich nach der Veränderung sank es aber-mals und blieb dabei bis zur Mitternacht, als eine frische Kühlte ausW.S.W. eintrat. Als dieser Wind sich gesetzt hatte, fing das Barometeran zu steigen, und erreichte, indem der Wind nach S.S.W. sich drehte,