Band 
Erster Band.
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ohne von seiner Stärke zu verlieren, 337"',-,, worauf es abermals fielund das Wetter mäßiger wurde, doch ohne eine Veränderung des Win-des. Während dieses Sinkens der Quecksilbersäule war der Himmel inunserm Zenith dunkel und hing voll Wind- und Regenböen, währendam Lande sehr schönes, heiteres Wetter zu sein schien. Die Queck-silbersäule fiel nun auf 336'",„ und das Wetter blieb bei diesem Sin-ken trüb und dunkel und regnig; sobald aber das Barometer stationärwurde, trat ein frischer südlicher Wind mit gutem Wetter ein. Von daan bis zum Neümonde war die Witterung sehr veränderlich, der Windschwankte zwischen S. und W.S.W.; das Barometer stieg bei jenem Luft-strom, und fiel, wenn der Wind westlicher ging; aber niemals ging eineBarometer-Veränderung einer Wind-Veränderung vorher. Die mittlereHöhe der Quecksilbersäule betrug ungefähr 332,. Linien. Am niedrigstenstand sie bei N.W., am höchsten bei S.O.Wind. Wenn das Barometerim niedrigsten Stande bei N.W. oder N. auf 326'",. oder 324"',-. fällt,so läßt sich ein Sturm aus S.W. erwarten; aber er tritt erst dann ein,wenn die Quecksilbersäule ihr Minimum erreicht hat. Indeß fällt sieauch haüfig, ohne daß stürmisches Wetter folgt. Im Juni fiel das Baro-meter im PortFamine auf 317'",>« und stieg dann allmälig auf 343'",4>>die Folge war kaltes Wetter, während dessen das Thermometer eine Tem-peratur von — 11°,, zeigte."

Wenden wir uns aus der Wasserwüste der südlichen Hemisphäre indie arktischen Regionen, um daselbst das Verhältniß der Luftströmungenkennen zu lernen, so können wir bei Darstellung desselben keinen bessernFührer wählen, als Scoresby, den jüngern, den vieljährigen Beschifferdes Grönländischen Meeres und genauen Kenner jener Gegenden. Nähernwir uns, bemerkt er, den Polar-Regionen, so finden wir, daß die Unre-gelmäßigkeiten der Winde zunehmen und ihr lokales Verhalten auffallen-der wird: — Stürme und Windstillen wechseln wiederholt mit einanderab, ohne daß sie sich ankündigen oder fortpflanzen; heftige Winde wehenan einer Stelle, während in der Entfernung weniger Meilen leichteLüftchen blasen; ein Sturm aus Süden einerseits erschöpft seine Wuthauf dem sanften Luftzuge andrer Seitö, ohne im mindesten herrschend zuwerden; im ganzen Umkreise des Horizonts kann man Schiffe erblicken,von denen jedes in demselben Moment mit einer andern Art von Windund Wetter zu kämpfen hat; das eine arbeitet gegen die Gewalt einesSturms; ein anderes wird bei vollkommener Windstille von der Machtder Wogen hin und her geschleüdert, während wieder andere mit leichtenWinden treiben, welche aus den entgegengesetztesten Weltgegenden wehen-