Band 
Erster Band.
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Neuntes Kapitel.

Glänzend« Meteore. — Azursarbe de» Himmel». Durchsichtigkeit der Luft. Refraktion »ndReflektion. Luftspiegelung. Regenbogen. Hof« um Sonne und Mond. Nebensonnen undRebenmonde. Morgen- und Abendrots»«. Zodiakal» oder Thierkrei»Iicht. Da» Polarlicht,al» Nord- und Südlicht. Elektrische Erscheinungen. Gewittermeng« in Eüropa und Ber-theilung derselben unter die verschiedenen Jahreszeiten. St. Elmsfeuer. Irrlichter.Sternschnuppen, Feuerkugeln und Aerolithen oder Meteorstein«.

Die Luftströme haben uns gleichsam — mit fortgerissen und außer-halb der Gränzen geführt, die wir uns für diese meteorologischen Um-risse gleich Anfangs gesetzt hatten; es ist daher Zeit, einzulenken in diealte Bahn und zurückzukehren zu einer übersichtlicheren und kürzerenDarstellung. -

Die Farbe des Himmelsgewölbes erscheint uns blau, und man hatvermuthet, daß die Lust selbst diese Farbe trage, weil uns entfernte ter-restrische Gegenstände, z. B. Gebirge, die durch eine große Lnftmasse vomStandpunkt des Beobachters getrennt sind, unter derselben Tinte erschei-nen; allein diese Erscheinung wird durch ein gutes Fernrohr bedeütendvermindert. Newton schrieb das Phänomen einer größer» Brechbarkeitder blauen Lichtstrahlen zu, und Einige betrachten es als den Effekt vonDampf. Die blaue Farbe des Himmelsgewölbes nimmt unter gewissenUmständen an Intensität zu: im Winter bei strenger Kälte hat der Him-mel durchgängig eine schöne blaue Farbe, eben so im Sommer bei anhal-tender Hitze; unter entgegengesetzten Verhältnissen tritt also ein und der-selbe Effekt hervor; es müssen also die Dämpfe, die sich in der Atmosphäreverbreitet finden, wirksam sein: im Minter werden sie verdichtet undniedergeschlagen, im Sommer sind sie in einem Zustande mehr oder min-der vollkommener Auflösung. Je höher man sich über das Niveau des