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Erster Band.
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ebenen Landes erhebt, desto dunkler wird der Himmel, ein Phänomen,auf das Deluc zuerst die Aufmerksamkeit der Physiker gelenkt hat. „Inden untern Schichten der Atmosphäre, sagt er, ist die Farbe der Luft, inFolge der Dämpfe, stets blasser und schwächer, und sie wird allerdingsdunkler, wenn die Luft reiner ist, aber niemals erreicht sie die lebhafteund dunkle Farbe, welche mau auf den Bergen über sich sieht."

Wenn der Bewohner des Flachlandes, bemerkt A. von Humboldt,Höhen von 1500 bis 2000« ersteigt, so staunt er über das tiefe Blau,in welchem der Himmel sich über ihm wölbt. Je größer die Ausdehnungder Luft und je geringer die Dunstmasse ist, durch welche die Lichtstrahlengehen, desto größer ist auch die Intensität der Himmclsfarbe. Wird dasLicht durch Dunstbläschen zerstreüt, so nimmt der Himmel ein grau- odermilchweißes Kolorit an; je geringer aber die Luftmasse ist, durch welchedie Lichtstrahlen zu uns gelangen, desto dunkler wird die Farbe des Him-mels und nähert sich dem Schwarz, welches er uns darbieten würde, be-fänden wir uns an der obern Gränze der Atmosphäre. Hr. von Hum-boldt glaubt wahrgenommen zu haben, daß im Allgemeinen die Azurfarbedes Himmels unter den Tropen intensiver ist, als bei gleicher Höhe inEüropa. Für Paris (bei einer Sommer-Temperatur von 25°) fand erden mittlern Werth der Himmelsblaüe 16° des Saussureschen Kyanome-terö (bei dem die gänzliche Abwesenheit von Blau durch Null bezeichnetist und der, alle Stufen der blauen Farbe durchlaufend, bei 53° mitSchwarz endigt); in der heißen Zone dagegen 23°. Dieser Unterschiedrührt ohne Zweifel von der vollständigen Auflösung der Dämpfe in deräquatorialen Atmosphäre her. Nichts ist auch, sagt der berühmte Rei-sende, der Majestät der Nächte dieser Regionen zu vergleichen; die Fir-sterne glänzen an diesem ewig heitern Himmel mit eben so ruhigem Lichtwie die Planeten; das Flimmern, was man bei uns sogar bei denjenigenwahrnimmt, die im Zenith stehen, bemerkt man dort nur am Rande desHorizonts. Schwache Fernröhren, die von Eüropa nach Indien gebrachtwerden, scheinen an Kraft zugenommen zu haben, so groß und beständigist unter den Tropen die Durchsichtigkeit der Luft.

Saussure sah auf dem Montblanc in 2438« Höhe das Kyawometerauf 39° stehen; auf dem Pik von Teneriffa fand es Humboldt 41°. Diegroße Trockenheit der Luft, welche Afrika den Canarischen Inseln mit-theilt, vermehrt auf diesen die Intensität der Himmelsfarbe; denn derPik ist 540« niedriger als der Montblanc. Auf den Andes in 3000« Höhezeigte das Kyanometer 46°. Gay-Lussac bemerkte dieselbe Intensität aufseinen aerostatischen Reisen; der Himmel über uns, sagt er, zeigte die