len oder Ströme eines blassen Lichtes stiegen aus einem dunkeln Ab-schnitte am Horizonte bis zum Zenith hinan. Zuweilen war diese Ma-terie so durchsichtig, daß die Sterne durchschimmerten; zuweilen aberschien der Lichtstrom weißer, stärker und undurchsichtiger. — Es wurdenauf dieser Reise verhältnißmäßig nur wenig Südlichter beobachtet, inner-halb zwei Monate nämlich nur sieben. Eben so sah Kapt. Biscoe, derneueste Reisende durch das Südpvlar-Meer, nur dann und wann einSüdlicht; sie waren aber zuweilen außerordentlich lebhaft und hatten indiesem Falle stets schlechtes Wetter zur Folge.
Wir kommen nun zur Betrachtung anderer Meteore, wo uns dieelektrischen Erscheinungen entgegen treten. Man bezeichnet mit dem Namendes elektrischen Fluidums eine unsichtbare und unwägbare Materie, diein allen Körpern enthalten ist, und betrachtet sie als aus zwei andernbestehend, von denen die eine positiv, die andere negativ ist. Diese bei-den Fluida stehen in inniger Verwandtschaft; sie ziehen sich mit großerKraft an und neütralisiren sich, d. h. ihre Eigenschaften, die bei ihrerJsolirung sich auf sehr intensive Weise zu erkennen geben, werden durchihre Vereinigung Null. Sie halten sich einander das Gleichgewicht, wiezwei Gewichte in den Schalen einer Wage. Diese ist in derselben Lage,als >b?nn sie nicht beschwert werde; nimmt man aber von dem einen Ge-wichte einen Theil hinweg, so wird das entgegengesetzte, welches nun dasÜbergewicht erhält, die Wage in Bewegung setzen. Alle Körper besitzendaher eine Elektrizität, die man die natürliche nennt, und die aus zweiverbundenen Elektricitätsarten so besteht, daß ihr Effekt sich nicht nachAußen kund giebt.
Wenn die eine der beiden Elektricitäten überwiegend wird, so ziehtsie die Körper entgegengesetzter Elektricität an und stößt diejenigen, welchegleichartige Elektricität haben, ab. Diese Effekte haben außerhalb desKontaktes Statt und nach dem Gesetz des umgekehrten Verhältnisses desQuadrats der Entfernungen; d. h. dieses Anziehen und Abstoßen schwächtsich in dem Verhältniß von 1, 4, S, 16, 64, nach Maaßgabe, daß dieEntfernungen in dem Verhältniß von 1, 2, 3, 4,8 zunehmen. DieElektrizität scheint eher auf der Oberfläche der Körper zu liegen, als inihrem Innern enthalten zu sein; aber sie ist auf der Oberfläche ungleich , ^vertheilt. Scharfe Kanten und Winkel sind die Punkte, wo sie sich ammeisten findet, während die ebenen Oberflächen minder damit behaftetsind. Da überdem die Elektrizität beständig das Streben hat, aus einemKörper zu entweichen, um in einen andern überzugehen, besonders wenndieser andere Körper die Eigenschaften der entgegengesetzten Elektricität