Band 
Erster Band.
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nur kurze Zeit auf diesem Maximum stehen; sie vermindert sich wieder,Anfangs schneller, dann aber langsamer, gewöhnlich rascher, als sie zuvorstieg; gleichzeitig vermindern sich die dem Auge sichtbaren Dünste in denuntern Luftschichten; hatten sich Nebel gebildet, so verziehen sich diese;die Atmosphäre wird heiterer; auch entfernte Gegenstände werden demAnge sichtbar. Gegen 2^ Nachmittags ist die atmosphärische Elektricitätgewöhnlich schon sehr schwach, oft nur wenig stärker als in der Frühekurz nach Sonnenaufgang; sie vermindert sich nun noch langsamer biseinige Stunden vor Sonnenuntergang, im Sommer bis gegen 4^, 5"und 6^, im Winter bis gegen 3^; sie bleibt verhältnißmäßig länger aufihrem Minimum als auf ihrem Maximum. Sobald sich die Sonne demHorizonte nähert, fängt sie wieder zu steigen an, mit Untergang derSonne nimmt sie gewöhnlich sehr merklich zu, steigt nun mit Eintrittder Abenddämmerung immer mehr und steht nun gemeiniglich 1'/- bis2 Stunden nach Untergang der Sonne auf ihrem zweiten Maximum;gleichzeitig bilden sich aufs Neüe Dünste in den untern Schichten derAtmosphäre, über Thälern; vorzüglich über Städten bilden sich oft großeDunstwolken; die Feüchtigkeit der Luft nimmt schnell zu; es fällt derAbendthau, wobei in Thälern oft eine sehr merkbare Abkühlung eintritt.Gewöhnlich ist die Elektricität während ihres zweiten Maximums wiedernahe eben so stark, wie einige Stunden nach Sonnenaufgang; auch aufdiesem zweiten Maximum bleibt sie nur kurze Zeit stehen, sie wird baldwiederum schwächer, und vermindert sich die Nacht hindurch langsam bisgegen Sonnenaufgang, wo sie mit Tagesanbruch dieselbe oben beschriebenePeriode beginnt.

Daß der Beobachtung A. von Humboldt's, auf seinen Reisen in derNeüen Welt, kein Phänomen der Natur entschlüpfte, ist bekannt; vonder Elektricität sagt er in seinem physischen Gemälde der Äquatorial-Negionen: — Indem man sich vom Niveau des Meeres zum Gipfel derCordilleren erhebt, sieht man die elektrische Spannung allmälig zunehmen,während man im Gegentheil bemerkt, daß Wärme und Feüchtigkeit mehrund mehr abnehmen. In den niedrigen Regionen der heißen Zone vomMeeresspiegel bis zu ISOlN Höhe sind die untern Luftschichten wenig mitElektricität beladen. Nach iv^ Vormittags findet man kaum eine Spurdavon/ Das Fluidum scheint ganz. in den Wolken anfgehaüft zu sein,was haüfige elektrische Explosionen zu Wege bringt, die durchgängig zweiStunden nach der Kulmination der Sonne periodisch sind, wenn die Ta-geswärme ihr Maximum erreicht und die barometrische Ebbe und Fluthin der Nähe ihres Minimums ist. In den Thälern der großen Ströme,