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Erster Band.
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dem Gestein des Seebodens mittelst seiner wurzelartigen Wulst, die ihmnur als klauenartige Stielverlängernng zum Anheften zu dienen scheint,wol schwerlich irdische Nahrung ziehn, hat mich schon längst in meinerfrüheren Meinung wankend gemacht. Allerdings mögen die Sporen derThalassiophyten, in Mncuö gehüllt, von der Oberfläche des Meeresdurch ihre Schwere herab zu Boden fallen, und sich dort, wie Martinsund Candolle glauben, an Felsen anheften. Neben dieser Art der Fort-pflanzung und Vermehrung ist aber eine andere wahrscheinlich und aufAnalogie der Süßwasser-Algen gegründet. Meyen vermuthet, daß derSee-Tang freischwimmend vegetirt und stcb in neüe blattartige Lappenausdehnt, eine Vermuthung, die schon Theüberg ausgesprochen, ohne siephysiologisch zu begründen. Bei den Vaucherien und beiAlomerutu. bat der scharfsichtige Meyen gezeigt, daß zwei FortpflanzungenStatt finden durch die Sporen der eigentlichen Früchte und durch die,welche im Innern der Schlaüche selbst vorhanden sind. Viele dieserAlgen tragen nie Früchte, sondern die Entwickelung neüer Individuenberuht auf der Astbilduug. „Bei keinem einzigen Exemplare der Tau-sende von lAiaus irutiur« (identisch mit 8siAL88um vulgäre und 8.daoolkerum, Agardh), die ich im Sargasso-Meer sammelte, heißt es indem Bericht der Reise um die Erde auf dem Preüßischen Schiffe Prin-zessin Louise, habe ich Früchte gefunden, während die Pflanzen, welcheich au der Küste Brasiliens erlangte, immer mit Früchten bedeckt waren.Ich glaube, das; jener schwimmende Tang nie festgesessen hat. Frei imWasser haben sich seine jungen Keime entwickelt, und Wurzeln undBlätter, aber beide von gleicher Beschaffenheit, nach allen Seiten aus-getrieben. Bei den Süßwasser-Algen bedingt sich gegenseitig die Bil-dung der Frucht und der Wurzel. Die Wurzel der Tangarten ist wiedie der Conferven nur eine in Entwickelung gehemmte Frons.«

„Es ist nicht uninteressant zu bemerken, daß die Meinung, frischeblättertreibende Algen des Meeres müßten ihrem Geburtsort ganz nahesein, dem großen Entdecker Christoph Colon eigenthümlich war. Wirsind jetzt glücklich genug, die Beobachtungen dieses geistreichen, die klein-sten Erscheinungen scbars auffassenden Seefahrers fast so zu lesen, wieer sie bei dem ersten Eindruck des Gesehenen gleich niederschrieb. Cvlon'sJournal der ersten Entdeckungsreise ist für die so merkwürdige Perma-nenz der großen Fucuslagen westlich von Corvo, ich meine für die, seitviertehalbhundert Jahren unveränderte Örtlichkeit der großen Fucus-Wiese (die keine contourlose unbestimmte Fläche, wie man fäl>chlich sagt,sondern einen ziemlich scharf begränzten von N.N.O. gegen S.S.W.,Berghaus, Bd. I. 27