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Erster Band.
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gegen S.O., so daß in Lat. 20° nnd 40° die Fucus-Zone fast in denselbenLängengraden liegt. Diese Schilderung ist ganz und allein nach denvon Rennell gesammelten Thatsachen. Evans bemerkt, daß die größteAnhäufung von Tang zwischen den Parallelkreisen von 30° und 36° ist.In südlichern Breiten gegen 20° sagt Rennell (und wir werden gleichsehen, wie richtig diese Bemerkung ist,) dehnt sich der Tang weit gegenO. aus und scheint mehrere parallele Lager zu bilden.

„Ich werde jetzt einige noch unbenutzte Erfahrungen anführen, umzu beweisen, wie Strömungen und Winde jene Gränzen der Fucus-Bankvon Eorvo zu gewissen Jahreszeiten verändern. Labillardiere bemerkt,daß er von Lat. 25° und Long. 3l° an (also fast im Meridian derAzorischen Insel Fayal) gegen N.N.W. steüernd, in einer Strecke vonmehr als 140 Myriametern (750 geogr. Meilen) das Meer mit einerunbeschreiblich dicken Masse von kucm« natuns bedeckt fand. Die an-gegebene Distanz würde das nördliche Ende dieser Fucusmenge für Labillar-diere's Schiff ungefähr in Lat. 36'/»° und Long. 35'/«° setzen, in eineGegend, wo Rennell eine abgesonderte Tang-Insel angiebt. Diese Beob-achtung einer sonderbar östlichen Verbreitung des kucm« iiatan« in nie-deren Breiten, zwischen den Parallelen von 25°—35° und 3I°—35°westlicher Länge findet einige Bestätigung in dem handschriftlichen Schiffs-journale meines Freündes, Hrn. Lichtenftein. Auf seiner Rückreise vomVorgebirge der guten Hoffnung fand er die ersten Massen Ende April1806 unter Lat. 18" 55' und Long. 35° 37' W.^); aber bei stiller Seeund gleichmäßig frischem Winde aus N.O. wurden die Massen immerdichter zwischen 10'/-" — 22'/»« Breite und 35'/»° — 36'/»° W. Länge,so daß drei Tage lang „der Ocean stellenweise wie eine Wiese mit Fucus,in dem der Lophius und Scylläen hausten, bedeckt war." Nördlicher alsder Parallel von 22'/»° und noch bei Long. 36° verschwand der See-Tang plötzlich, und das Meer blieb davon frei bis zur Insel Pico. Hr.Lichtenftein segelte also von Lat. 22'/»° an diesseits des östlichen Randesder Bank von Flores und Eorvo, um von 36° nach 30° 48' westlicheLänge, unter welcher die Insel Pico liegt, zu gelangen. Auch Bory de

*) Noch um einen drittel Grad südlicher, als Hr. Lichtenftein, sah man amBord der Prinzeß Lvuise „ein wenig Seegras treiben," am 29 . Juni 182s inLat. 18° 35 ' S., Long. 38 ° 16' W. Dies ist der südlichste Parallel, in welchemder küie»!, nntans wahrgenommen worden ist. Weitere Beobachtungen desselbenSchiffs und anderer Preüßischen Seehandlungs-Schiffe habe ich im geographischenAlmanach für das Jahr 1837 (Stuttgart, Hvffmann'schc Verlagsbuchhandlung)mitgetheilt. — B.