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Erster Band.
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weilt in diesem Falle oft noch Tage lang in den ihr mitgetheiltenSchwankungen, und da der mehr oder weniger flach auffallende Lust-strom die Höhe der kleinen Wasserberge nicht Mehr niederdrücken kann,erheben sie sich höher und mit spitzeren Gipfeln als zuvor, es entstehtein unregelmäßiges, heftiges Schaukeln, welches die Schiffer mit demNamen der hohlen See belegen. Da den Schiffen in solchem Zustandedes Meeres die gleichförmige Bewegung durcb den Einfluß des Windesfehlt, werden sie auf eine erschreckende Weise geschüttelt, und es würdeauf ihnen Alles aus seinen Fugen gerissen werden, wenn dieser Zustandlange anhielte.

Eine Erscheinung, welche mit dieser Ähnlichkeit hat, ist an den Kü-sten von Sumatra unter dem Namen des Surf bekannt; es bilden sichoft hinter einander mehrere Wellen von 15 bis 20 Fuß Höhe, welche,wenn sie ihre größte Höhe erreicht haben, senkrecht, wie eine Cascade,in sich selbst mit Meilen weit hörbarem Getöse zusammenstürzen. Schiffe,welche sich ihnen unvorsichtig nähern, werden dadurch umgeworfen undso heftig übergestürzt, daß sie mit den Maftspitzen im Sande steckenbleiben und der Kiel in die Höhe gekehrt wird. Wahrscheinlich hat diesemerkwürdige Bewegung, die von Marsdeu umständlich beschrieben wird,eine lokale Ursache in der Gestalt des Bodens, den Strömungen unddem Aufprallen der Winde an diesen Stellen; Marsden sucht sie durchden Einfluß der Passatwinde zu erklären, welcher indeß dazu entschiedennicht hinreichen kann.

Merkwürdig ist noch der Gebrauch, welchen man schon seit alterZeit vom Ausgießen des Öles macht, um die Wellen-Bewegung desMeeres zu unterdrücken; ältere und neüere Seefahrer stimmen darinüberein, daß es ein sehr anwendbares Mittel sei. Eine sehr geringeMenge, das Ausgießen eines Fasses z. B., scheint hinreichend zu sein,die Oberfläche des Meeres in den Umgebungen eines Schiffes auf 'Augen-blicke zu beruhigen. Der Grund davon scheint in der größer» Zähigkeitdes Öles zu liegen; es wird dadurch auf seiner Oberfläche in eine, vonder des Wassers verschiedene Wellen-Bewegung versetzt, und die entge-gengesetzten Stöße können einander aufheben; der Schwung der Wasser-welle wird durch die Bedeckung gehindert, wie ein schwimmendes Kreüz-holz die zu heftige Bewegung des Wassers hindert, das in einem offenenEimer getragen wird. — Ein ähnliches Verhalten wird durch heftigeRegengüsse oder durch das Dasein einer dünnen Eishaut hervorgebracht;Scoresby bemerkt, daß, während das Meer bei trockener und heitererLuft sich schon durch schwache Winde in lebhafte Unruhe setzen läßt, es