Band 
Erster Band.
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durch Hülfe der östlichen Lustströme iu die oceanische Atmosphäre getragenwird. Für den im Süden des terrestrischen Äquators liegenden Theil derZone größerer Lnftwärme ist die Erklärung schwieriger; und nicht zuübersehen ist es, daß für die südliche Hemisphäre, überhaupt die ge-gebenen Resultate der atmosphärischen Wärme im Ganzen genommennicht so zuverlässig sind als für den Nordatlantischen Ocean. Daß dieLinie größter Meereswärme nördlich vom Äquator fallen muß, ist na-türlich, wenn man sich des weiter oben Gesagten erinnert; es ist einenothwendige Folge des Laufes der Strömungen; daß aber die Temperaturdieser Linie (28°) um ein Namhaftes größer ist als die Wärme der be-nachbarten Parallelen, ist eine eigenthümliche Erscheinung, deren Grundmit einiger Wahrscheinlichkeit noch nicht erkannt werden kann.

Die Temperatur des Meeres nach den Jahreszeiten läßt sich wenigervollständig übersehen als die mittlere Jahreswärme. Aus NenneU'ö An-gaben läßt sich folgende Tafel zusammenstellen:

Mecreswärme des Nordatluntischeu Oceans im Sommer undim wärmsten Monat.

Latitudo.

Temperaturdes Meeresim Sommer.

Temperaturdes Meeresim August.

50° N.

17°,9

45

18 °, 9

20,2

40

20,5

21,g

35

22,2

24,7

30

23,9

„Da ich," — sagt Hr. von Humboldt, — „früh erkannt habe, wiewichtig die Kenntniß der Winter-Temperatur des Atlantischen Oceansfür die Klimatologie von Eüropa sei, und da numerische Angaben dar-über in gedruckten Schriften gänzlich fehlten, so habe ich, während eineslangen Aufenthaltes in Frankreich, Gelegenheit gefunden, geübte Beob-achter, welche in den verschiedensten Jahreszeiten nach den Küsten vonNordamerika, nach der Havana und Vera Cruz oder nach Nio Janeirosegelten, mit sorgfältig geprüften Thermometern zu versehen. Mehr als700 Beobachtungen haben mir die Maxima und Minima, so wie die

Berqhttuö, Bd. !. 32