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Erster Band.
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ihren Rändern, oder in der Nähe derselben; sie entstehen dadurch, dastbeim Zerbrechen der Ränder, welches der Wellenschlag erzeügt, die abge-brochenen Stücke über einander geschoben werden nnd in dieser Stellungfestfrieren; oft erreichen daher diese Unebenheiten 20 bis 30 Fuß Höheund darüber. Scoresby hat viele interessante Beobachtungen über dieWeise des Entstehens angestellt, und es ist eine noch sehr verbreiteteMeinung, daß sie nur in der Nähe des Landes, und unmittelbar an des-sen Rändern sich ansetzend, entstehen könnten; man glaubte daher sicherdie Nähe desselben voraussetzen zu können, wo man vielen Eisfeldern be-gegnete. Scoresby hat indeß wahrgenommen, daß sie zuweilen in weiterEntfernung davon im offenen, frei bewegten Meere gebildet werden. DasEis erscheint, wenn die Oberfläche des Meeres hinlänglich erkaltet ist, ineiner Menge feiner Nadeln, wie Schnee, welcher im kalten Wasser eineklumpige Masse bildet; das Meer wird dadurch glatt, wie wir gesehenhaben, gleich als ob es mit Ol bedeckt wäre; die Eisnadeln schieben sichin Klumpen zusammen, welche dann in große Flächen zusammenfrieren;übrigens geht begreiflich das Gefrieren des Meeres im Schutze des Fest-landes in tiefen Buchten» und ganz besonders im Schutze der durchSchmelzung zerrissenen Ränder des Polar-Eises viel leichter vor sich, unddiese mögen denn auch die Geburtöstätten der meisten Eisfelder sein.Sobald sie sich gebildet haben, werden sie lebhaft durch den Einfluß desSchneewassers verstärkt, denn der Schnee, welcher auf ihre Oberfläche fällt,schmilzt allmälig, und wenn sein Wasser nicht ablaufen kann, werden sieoben mit einer Kruste Süßwasser-Eis überzogen. Bleibt das Eisfeld anseiner Geburtsstätte, so können dadurch die größesten Eismassen erzeügtwerden, und sie erhalten durch dies successive Anwachsen häufig eine aus-gezeichnete, gleichförmig geschichtete Beschaffenheit, wie Gebirgsmassen.Frei im Meere schwimmend erscheinen diese Eisfelder bei Spitzbergen imJuni; sie folgen mehr der Richtung des allgemeinen Stromes, als derRichtung der Winde, stets gegen S. und W. Scoresby sah einige, diein einer Stunde eine ganze Meile und darüber zurücklegten; sie schrittenoft in halber Monatsfrist 60 bis 70 Meilen vor, wenn gleich der Windkonstant aus entgegengesetzter Richtung blies; sie sind gewöhnlich mit einerMenge kleiner Treibeis-Bruchstücke umgeben, welche, da sie das Meerebnen, ihre Ränder schützen; werden sie von diesem verlassen, so zerbrechensie durch den Wellenschlag selbst in schnell zerschmelzendes Treibeis. DaStrom und Wind die leichtern, dünnern Eisfelder schneller als die stär-kern treiben, so fällt es sehr haüfig vor, daß sie sich in ihrem Laufe be-gegnen und auf einander stoßen; solch Zusammentreffen ist gewöhnlich mit