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direktion, welche mit dieser parallel laüft, und ist, wenn er die Cvngo-Küfte und die Mündung des Zahir-Flusses erreicht hat, ein mächtigerund sehr ausgedehnter Strom geworden; nun aber wendet sich die afri-kanische Küste schnell gegen N.W. und W., um die Buchten von Biafraund Benin zu bilden, und stößt den Südatlantischen Strom so ab, daßer dem Äquator in westlicher Richtung folgen muß. Doch erfolgt dieserStoß nicht unmittelbar gegen die Küste, sondern zwischen ihr und demRande des Stroms zieht eine andere, von Norden kommende Strömungihm entgegen, die Guinea-Strömung nämlich, welche längs der Küstedieses Namens ostwärts in die Buchten von Benin und Biafra zieht,wo sie rheils durch Zerstreüung auf der weiten Meeresfläche aufhört, theilsweil ihr fernerer Lauf von der hohen Ambozer-Küste und den Wasserndes Südatlantischen Stroms gehemmt wird, der nun gleichsam den Aus-guß der Äquatorialströmung bildet.
Diese Strömung, welche an ihrem Anfangspunkte die Linie untereiner sehr schiefen Richtung geschnitten hat, setzt zu beiden Seiten desGleichers ihren Lauf fort, Sie empfängt beständigen Zufluß von derDriftströmung des Südatlantischen Oceans, so daß sie, wenn sie in dieMitte zwischen beiden Kontinenten gekommen ist, während des Sommersder nördlichen Hemisphäre eine ungeheüere Breite und an verschiedenenStellen eine mittlere Geschwindigkeit von in erlangt hat. Sie istohne Zweifel der mächtigste und ausgedehnteste von allen Strömen desAtlantischen Oceans und übt auf die Schifffahrt den größten Einflußaus; denn sie bildet in dem engsten Theil des oceanischen Thals, zwischenGuinea und Brasilien, eine breite und vollständige Barre, und verur-sacht um so größere Beschwerde, als zur Zeit ihrer größten Breite undStärke der in seinen Gränzen weit gegen S. vorgeschobene Südost-Passates verhindert, daß ein Schiff schnell genug einem Strome zu entschlüpfenvermag, der es mit großer Gewalt aus seinem Kurse reißt. Der Laufdieses merkwürdigen Stroms hat, wenn man ihn von der Bucht vonBiafra bis zu den Antillen rechnet, eine Länge, die in runder Zahl zu4000 geogr. Meilen angenommen werden kann, und sie beträgt selbstdann, wenn nur bis zum nordöstlichen Promontorium von Südamerika,dem Kap St. Noque gerechnet wird, noch immer 2500 Meilen.
Mitten zwischen beiden Kontinenten und genau unter dem Äquatorsondert sich von dem nun bedeütend erweiterten Strom ein sehr breiterArm gegen Nordwesten ab, der nach der Mitte des NordatlantischenOceans fließt, während der Hauptstrom, sich W.S.W. wendend, demKap St. Rvque entgegen eilt und, wenn er in der Nähe desselben ange-