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schwanken, die Europäischen Gestade zwischen der Straste von Gibraltarund Norwegischen Küste erreichen.
Daß am nördlichen Rande des Golfstroms in der Region von Corvodie Temperatur des Meeres verhältnißmäßig gering sein könne, beweisen,außer vielen Thatsachen, welche Rennell auf seinen Strömungs-Kartengesammelt hat, auch die Beobachtungen des Kapt. Carlton, mährendseiner Fahrt von New-Aork nach Irland im Jahre 1816. Er fand anjenem Rande und weiter gegen Europa hin: —
Lat.
Lonq. W.
Tcmp. des Wassers.
Temp. der Luft.
März 20.
43° 44'
41° 47'
13°,»
8",»
22.
45 43
36 «4
1»,4
13„
23.
46 46
33 53
12,2
10,5
30.
51 15
19 45
10,o
8„
April 4.
5» 3V
11 33
16,»
9,4
Diese Resultate deuten an, daß während der Zeit, in welche dieReise des Kapt. Carlton fällt, die kalten Wasser der Arktischen Strö-mung einen merklichen Einfluß auf die Drift-Strömung des Nordatlan-tischen Oceans ausübten; denn unter dem 5V° der Lat. finden wir aufeiner Linie, welche mehr als 11° der Long. oder 32V geographische Meilenumfaßt, Ende März und Anfang April eine Temperatur, welche um 2°geringer ist als im Normalzustand der Dinge während des MonatsJanuar.
Erreicht auch der Golfstrom nur periodisch, und zwar wie es scheintin großen Zwischenraümen, die Eüropäischen Gestade, so ist dennoch seinwohlthätiger Einfluß auf die Temperatur der westlichen Küsten unseresErdtheils nicht zu verkennen. Dieser Einfluß erfolgt aber, wie bereitsin einem frühern Kapitel erwähnt wurde, mittelbar, indem die Wärme,welche er in der heißen Zone empfangen hat, in den gemäßigten Kli-maten des Nordatlantischen Oceans allgemein verbreitet wird. Dadurchwird der Pelagische Strom der Florida-Straße die Hauptursache derDifferenz, welche wir zwischen den Temperatur-Verhältnissen der nörd-lichen und südlichen Hemisphäre innerhalb des Beckens des AtlantischenWeltmeers wahrnehmen. Die südliche Halbkugel erhält in ihren höher»Breiten kein warmes Wasser; wir haben gesehen, daß im Gegentheil dieSüdatlantische Strömung dem Äquator verhältnißmäßig kaltes Wasserzuführet und dieses vermittelst des Brasilischen Meereöstroms wieder nachSüden getragen wird. Zu diesen Wassern, welche unter dem Parallelvon 35° S. eine Temperatur von 15°,° im Juni, also im Winter, und