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Erster Band.
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auf Sommer-Wärme, und ein Mal auf 26°,s, während es an denUfern des Stroms, an der südlichen sowol als nördlichen Gränze, fastauf den Gefrierpunkt herabfallt. War der Wind der Stromrichtung ent-gegen, so ging die See beständig hoch und unregelmäßig mit gebrochenenWellen, in denen das Schiff schwer zu arbeiten hatte. Das Klima desGolfstroms, fügt Sir Philipp hinzu, ist wegen seines warmen, stürmischen,feüchten und unbeständigen Wetters bekannt; und bei Südwest- und West-stürmen ist die Lust, selbst im Winter, drückend heiß, dagegen außerhalbseines Einflusses, selbst schon in Lat. 39° und 49° 9s. außerordentlichkalt. — Daß Sir Philipp hinsichts der Temperatur einen abnormen Zu-stand beobachtet hat, ist nach allem, was wir über die, im Ganzen ge-nommen große, Regelmäßigkeit der Wärme-Vertheilung im Nordatlan-tischen Ocean wissen, einleüchtend.

Rennell giebt als südliche Gränze der Sturmregivn des Golfstromsden Parallel von 33° an. Jenseits dieser Linie ist im hohen Meer stür-misches Wetter unbekannt; dort breitet sich im Westen des Meridiansvon Corvo und Flores die große Seefläche aus, welche die SpanischenSeelcüte 6oIto cle ia« vamns zu nennen pflegen, weil auf ihrem glattenSpiegel zarte Franenhände hinreichen, das Schiff in seinem ruhigen, niegestörten Laufe zu lenken.

Eine andere Sturmregivn des Nordatlantischen Oceans, deren Ren-nell nicht gedenkt, liegt innerhalb des Nordvst-Passates, im Westen derCanarischen Inseln. In dieser Gegend treffen zwei Strömungen auf ein-ander oder gleiten an einander vorüber, eine warme und eine kalte; jeneist der nordwestliche Zweig der Äguatorial-Strömung, welcher sich aufdie Fucus-Bank von Corvo ergießt, diese ist der Nordafrikanische Strom.Hier wiederholt sich dieselbe Erscheinung, welche bei der Sturmregiondes Golfstroms vorwaltet; es entsteht ein Sturm, wenn die Differenzzwischen den Temperaturen beider Strömungen und der auf ihnen ruhen-den Luftschichten bedeütend ist, so daß man umgekehrt aus dem Eintreteneines Sturms aus jene znrückschließen kann. So weit sich nach den vor-handenen Beobachtungen urtheilen läßt, scheint die südliche Gränze dieserRegion mit dem Parallel von 24° N. zusammenzufallen und der öst-liche und westliche Rand durch die Meridiane von 39° und 49° bezeichnetzu sein. Aus den Tagebüchern der Preüßischen Seehandlungsschiffe ent-lehne ich einige der hierher gehörigen Thatsachen: —