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Zwanzig Jahre nach seiner Zurückkauft nach Europa hatte Hr. vonHumboldt endlich die Freude und Genugthuung gehabt, die von ihmzuerst gemachte Beobachtung und gleichsam Entdeckung einer kalten Mee-resströmung in dem östlichsten Theile des Stillen Oceans und den Ein-fluß dieser Meeresströmung auf das Klima des Flachlandes von Perudurch drei — (nach seinem Ausdruck: „überaus kenntnißvolle«) — Rei-sende, den französischen Schiffskapitain Duperrey, den dänischen Schiffs-lieutenant Dirckinck von Holmfeldt, und den Doctor Meyen in den Jah-ren 1823, 1825 und 1831 in den verschiedensten Jahreszeiten auf's Voll-ständigste bestätigt zu sehen.
In dem hydrographischen Theile seiner Reise um die Welt sagt Dn-perrey: — Er stimme mit Hrn. von Humboldt darin überein, daß dieniedrige Temperatur, welche fast das ganze Jahr längs der peruanischenKüste herrscht, außer der Garua und der langen Verschleierung der Svn-nenscheibe, ebenfalls der Meeresströmung zuzuschreiben sei, welche (wie erselbst auf seinen zwei Weltreisen beobachtet habe) die kalten Wasser derPolar-Meere längs des westlichen Littoralö von Amerika gegen denÄquator führt. — Die anomalen Temperaturen der Atmosphäre und desOceans im Hafen vvm Callav stellen sich auf's deütlichste heraus durchdie Thermometer-Beobachtungen, welche Duperrey von vier zu vier Stun-den auf seiner ganzen Erdumschiffung anstellen ließ. Indem er die Mit-telwerthe der im Callao angestellten Beobachtungen mit den Mittelwer-then der analogen, unter gleichem Parallelkreis in allen übrigen Gegendender Erde von ihm gemachten Beobachtungen vergleicht, findet er folgendeResultate, die das Phänomen der Kälte der peruanischen Strömung indas hellste Licht setzen: —
H Weshalb man sie auch mit Recht „Humboldt's-Strömung" nennen kann,wie es am westlichen Eingang, des Englischen Kanals einen „Kkimkll's-euri-eiit.«giebt, dessen Existenz zuerst von Rennest nachgewiesen wurde.