586
der kalten Meeresströmung das Meer damals eine Wärme von 27°hatte.
Lange bevor Hr. von Humboldt von den Versuchen des Kapt. Du-perrey Nachricht haben konnte, hatte er Gelegenheit, dem Baron Dirckinck(welcher eine Campagne der königl. französischen Golette l'Aigrette alsVolontair mitmachte) aufzutragen, eine lange Reihe von Beobachtungenüber die Temperatur des Meeres anzustellen, und insbesondere die kalteTemperatur der Meeresströmung an den peruanischen Küsten zum Ge-genstand seiner Untersuchung zu machen. Baron Dirckinck, ein junger,talentvoller Offizier, hat diesen Auftrag trefflich erfüllt, da er von Val-paraiso nach Arica und Quilca (16. December 1824 bis 2. Januar 1825);von Quilca nach dem Callao de Lima (3. bis 12. Januar 1825); vonChvrillos bei Lima nach Quilca (6. bis 2V. Febr. 1825); von Chorillosnach Panama (3o. März bis 15. April); von Panama nach Guayaquil(22. April bis 11. Mai); von Chorillos nach Sän Carlos de Chiloe(20. Juni bis 6. Juli) und von Chorillos nach Valparaiso (31. Juli bis9. August 1825) segelte, ohne einen einzigen Tag die Beobachtungen aus-zusetzen. Er fand bei Callao und Chorillos die Temperatur des Meeresund der Luft folgender Maßen:
Zeitpunkt.
Meereswärme.
Luftwärme.
Januar 12
März 30
20,2
21,»
Juni 20
18,7
18,2
August 9
17,.
16„
„Da Hr. von Dirckinck — bemerkt Hr. von Humboldt in seinerDenkschrift — drei und zwanzig Jahre später auf seinem Kurse von Callasnach Panama einen Theil desselben Weges fast unter denselben Breiten-und Längengraden als ich beobachtet hat, so schalte ich diesen Theil seinerBeobachtungen bis nördlich von dem Parallel des Cabo Blanco ein, umdie geringen Unterschiede der Jahreszeit (Ende December 1802 und April1825) bemerklich zu machen: