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Erster Band.
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welche Romme gesammelt hac. Beim Kap Tschirikoff, Lat. 56° 9' N.,lauft sie oft mit einer Geschwindigkeit von 2-» in der Stunde. BeimHafen St. Francisco nimmt der Strom eine westliche Richtung gegenden Prinz Williams Sund und Cooks Einfahrt an, worauf er sich längsder Küste von Kodjak nach S. wendet. Oft, sagt Krnsenftern, findetman die Trümmer von Schiffen, welche an der Küste von Amerika schei-terten, längs der Südseite dieser Insel, ebenso auch Überbleibsel japa-nischer Fahrzeüge, welche man an dem Kamphcrholz, aus dem sie erbautsind, erkennt. Da diese nur an den Küsten von Japan selbst und anden südlichen Kurilen verunglückt sein können, so deütet die erwähnteErfahrung auf eine nordöstliche Drift-Strömung im nördlichen Theil desGroßen Oceans.

Längs der Küste von Californien fließt, nach Romme, ein bestän-diger Südstrom, der Wind mag still sein oder aus einer Weltgegendwehen, aus welcher er will. Bon da aus bis Acapulco und zum Golfvon Tehnantepec, Lat. 16° N., laüft die Strömung nach S.O., währendder Monate December bis April, und nach W.N.W. und N.W. vomMai bis zum December. Dies ist eine Folge der Monsune, welche andiesem Theil der Amerikanischen Westküste herrschen. Beechey fand aufder Fahrt von Californien nach den Sandwich-Inseln eine sehr geringeSüdweft« Strömung; sie betrug täglich im Durchschnitt nur 3Erberichtet, daß aus dem Golf von Californien eine sehr heftige Strömungherauskommt. Zwischen Lat. 33° N. und dem Vorgebirge Lucas hatteer einen westlichen Strom, und von dem Vorgebirge bis zu den InselnTres Marias einen südlichen; der ganze StrömungS-Effekt zwischen SänFrancisco in Californien und den zuletzt genannten Inseln betrug 89-»in der Richtung S. 58° W. Von Sän Blas segelte Beechey nach Val-paraiso; bis zum Parallel von Lat. 8° N., wo er bei Long. i»v° W.in den Äquatorial-Strom kam (den er bis Lat. 19° S. behielt und diedurchschnittliche Richtung und Geschwindigkeit desselben N. 72° W.28"- in 24 ^ fand), hatte er eine östliche Strömung, welche täglich un-gefähr 7--- floß.

Wenden wir uns von den östlichen Küsten des Großen Oceans zuden gegenüber liegenden, asiatischen Gestaden, so finden wir bei den Kn-rilischen Inseln, nach Anleitung von Krnsenstern's hydrographischen Me-moiren , eben so veränderliche als heftige Strömungen. Bei der InselKetoy fand La Perouse einen Strom, welcher ihn in zwei Tagen 4»">weit nach W. trieb; eben so wurde eine starke westliche Strömung in denStraßen La Perouse und Nadjeschda beobachtet.

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