Im Japanischen Meere fand der russische Admiral unter Lat. 38°N., Long. 132° O. einen S.W.-Strom von 1--- in der Stunde; dieNadjeschda war gegen 300 Meilen vom Lande, und der Wind wehte ausN.O., aber nichts weniger als frisch. Im Verlauf der drei folgendenTage, während welcher das Land gesucht wurde, zeigten die Beobach-tungen eine Strömung von 20"« täglich nach S. und W. an; als manaber die Nordwestküste von Japan erblickte, lief der Strom nach N.W.21--« an einem Tage. Längs der Küste war er noch stärker; an einemTage wurde die Nadjeschda 21--- nach N.W. in 24/- versetzt, und bei derDurchfahrt der Straße Sangar nach O.'/»N.O. mit einer Geschwindigkeitvon 2in der Stunde; dicht an der Küste betrug sie nicht unter 4---.Im Ganzen aber glaubt Krusenstern aus seinen Beobachtungen, so wieaus denen von La Perouse und Broughton den Schluß ziehen zu dürfen,daß im Japanischen Meere keine herrschende Strömung vorhanden ist.
In demjenigen Theile des Großen Oceans, welcher auf der Ostseitevon der Inselkette der Marionen begränzt ist, wirken zuweilen noch dieMonsune des Chinesischen Meeres und haben darum Einfluß auf dieMeeresströme, die in diesen Gegenden eine mindere Regelmäßigkeit habenals in den Regionen des ausschließlichen Passates.
Romme sagt, daß zwischen den Marionen und Philippinen die Strö-mung nach S. laufe und zwar 12--- in 24/-. Lord Anson sah sie beiTinian nach W. laufen, und er empfand ihre Wirkung im Septemberund Oktober. Der Centurio» wurde vom 22. September bis 2 Oktober132 Meilen westlich getrieben. Zwischen Tinian und der ChinesischenKüste schien der Strom, im November, nach N. zu laufen und 8-» in24 ^ nach W. zu betragen. Die Schifffahrten der Preußischen Fahrzeügebestätigen im Allgemeinen die westliche Richtung des Stroms, aber esherrschte auch während derselben der Passat mehr oder minder regelmäßig.Als Maximum der Geschwindigkeit fand die Prinzeß Louise, Kapt. Harm-ßen, im April 16--- in 24 Stunden. Kapt. Hunter hatte dagegen imJuli an der Ostküste der Philippinen einen Südstrom, der 30 bis 50---täglich lief. Südlich von "den westlichen Carolinen, im Meridian derMarionen, fand Duperrey im Juli 1824 starke Ostströme; eben fo Hun-ter, dessen Schiff vom IS. Juni bis 12. Juli 660 Meilen gegen Ostengetrieben wurde.
Diese östliche Strömung, bemerkt Admiral Krusenstern, bildet imNorden des Äquators eine Zone, welche sich bis zum Parallel von 6° N.erstreckt. Die Geschwindigkeit des Stroms beträgt oft 2---,5 in der Stunde.Auf der Südseite des Gleichers, längs der Küste von Neü-Guinea, scheint