Fünf und siebenzigstes Kapitel
Die edlen Metall« als Wcrthmeffer. Geographisch-statistische Nachweisungen über da» Bor-kommen n»d die Gewinnung der edlen Metalle l» der Alten Welt. Ertrag der Gold« undTilbcrbergwerke In den östlichen Hemisphären» vornehmlich wahrend der neüern und neüestenZeit» insbesondere bis auf das Jahr I8SS.
Unter den Mineralien, welche den Wohlstand der Völker begründen,werden, so scheint es, die edlen Metalle unsere Aufmerksamkeit zunächstin Anspruch zu nehmen berechtigt sein, weil sie das Medium sind, vermögedessen wir unsere Bedürfnisse gegenseitig austauschen, weil wir in ihnenden Maasistab erkennen für alle Leistungen, die der Mensch im civilisirtenZustande seinen Nebenmenschen erzeigt, weil sie die stellvertretenden Zei-chen der Nahrungsmittel und der Arbeit, der vergeltende Werthmesserunsrer Gewerbe, unseres Handels, überhaupt aller unserer Beziehungenim Zuiammenhange der Gesellschaft geworden sind. Die edlen Metallesind al>o Geld geworden, oder dasjenige, was zur Vertauschung einesGegenstandes, oder zur Bezahlung und Vergeltung der Dinge dient, siemögen in materiellem oder intellektuellem Werth bestehen. Zwar wissenwir aus frühern Mittheilungen, daß selbst in unsern Tagen bei Völkern,die auf einer gewissen Stufe der Kultur stehen, der Maaßstab alles Werthseiner Sache auch aus den andern Naturreichen entnommen wird, z. B.in Virginien und bei den Mongolen aus dem Pflanzenreich (der Tabak,der Steinthee), bei den Völkern von Afrika aus dem Thierreich (dieKau-ries), oder auch aus dem Mineralreich (das Steinsalz), ohne unseresTauschhandels, im engern Sinne des Wortes, zu gedenken; dennoch findetsich der Gebrauch der Metalle als Geld in der Alten Welt bis in diefernste Vergangenheit der Geschichte vergegenwärtigt, und auch in derNeuen Welt bedienten sich ihrer die alten Mejikaner neben den Cacao-