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lagers im Durchschnitt zu 12 Fuß, so giebt eine Quadratmeile 12,390,000 Ton-nen, und alle 732 Quadratmeilen geben 9,o69,48o,ooo Tonnen. Taylor ziehtdavon Vs ab, als Betrag des Verlustes, welcher durch Grus, durch zwischenlie-gende Gänge und andere Unterbrechungen entstehen kann; und es bleiben mithinals reiner Ertrag übrig 6,946,320,000 Tonnen. Erfolgt der Kohlenvertrieb inder Zukunft eben so, wie er jetzt in Newcastle, Sunderlan^, Hartley, Blyth undStockten Statt findet, wo jährlich 3 V 2 Millionen Tonnen abgesetzt werden, soreicht jener Ertrag für den langen, langen Zeitraum von 1727 Jahren aus! Janach Bakewell läßt sich annehmen, daß, wenn jene Kohlenmagazine in Durhamund Northumberland auch ganz erschöpfe sein sollten, England doch noch in seinenKohlenfeldern von Südwales einen bisher nur wenig berührten Verrath für neüe2000 Jahre vorfinden wird!
Nächst Großbritannien scheint Belgien dasjenige europäische Land zu sein,welches den größten Reichthum an Kohlen besitzt; dann kommt Preüßen, dasseine Kohlen in Schlesien, Thüringen, Westfalen und im Rheinlande gewinnt.Frankreich beutet die Steinkohle in 32 Departements aus, die fast über alle Ge-genden des Landes verbreitet sind. Der wichtigste Steinkvhlenbau wird im De-partement der Loire betrieben, wo jährlich über 5 V 2 Millionen metrische Centnergewonnen werden; dann im Departement des Nordens, auf der westlichen Fort-setzung des belgischen Kohlenfeldes, wo man gegen 3Vs Millionen m. C. producirt,und im Departement der Rhone-Mündungen, wo der jährliche Ertrag beinaheVs Million m. C. beträgt. Was den Bau auf Steinkohlen in der ÖsterreichischenMonarchie anbelangt, so findet er in allen Ländern derselben Statt, außer inSiebenbürgen und der Militairgränze; am ergiebigsten ist das Königreich Böh-men, dann folgen der Reihe nach: Mähren nebst Schlesien, Ungarn, die Steier-mark, Österreich unter der Ens, Kärnthen und Krain, Tirol, das Küstenland, dieLombardei, Österreich ob der Ens, Venedig und Galizien.
Es ist nicht möglich gewesen, in unserer Mineral-Produkten-Tabefie die Ru-brik des Schwefels mit dem Ertrage auszufüllen, welchen die Länder Italiens,insbesondere Sicilien und Neapel, liefern. Die Ansehnlichkeit desselben läßt sichdaraus ermessen, daß man in England allein während des Jahres 1834 nichtweniger als 485,756 Ctr. Schwefel aus jenen Ländern bezog.
Unsere Tabelle enthält keine Spalte für die Gewinnung des in Mohs' Mi-neralsystem zur Ordnung Glimmer gehörigen, rbomboedrischen Graphits oderNeißbleis, weil, mit Ausnahme der Österreichischen Monarchie, von keinem Landeder jährliche Ertrag bekannt ist. Eine der merkwürdigsten Lagerstätten diesesMinerals findet sich in England, die Mine von Bvrrowdale, welche seit der Re-gierungszeit der Königin Elisabeth im Betrieb steht und das Material liefert zuden weltbekannten, trefflichen englischen Bleistiften; es ist dies ein häufig unter-brochenes Lager im ältern Trapp, welcher mit Thonschiefer abwechselt. Im Stein-kohlengebirge hat man den Graphit auch entdeckt, und zwar bei Cumnock inAyrshire. Die Österreichische Monarchie hat im fünfjährigen Durchschnitt derJahre 1830 bis 1834 folgende Quantitäten Reißblei geliefert:
Österreich unter der Ens .... 400 Ctr.
Kärnthen und Krain ..... 157 „
Böhmen. 12,545 „
Mähren und Schlesien. 221 „
Jährlicher Total-Ertrag . . . 13,393 Ctr.