veräussert, in der wohlerwogenen Voraussicht, dass die mit jedem Jahre steigenden Ausga-ben bald in keinem Verhältniss mehr zu ihren ökonomischen Kräften stehen würden, unddass, in Ermanglung ihr eigentümlicher Localitätcn, sie früher oder später für Unterbrin-gung derselben in grosse Verlegenheit geraten müsste. Zudem war nicht zu erwarten,dass jederzeit sich Mitglieder finden würden, welche mit so viel Aufopferung an Zeit undMühe, und auf so uneigennützige Weise, wie es bis dahin geschehen war, der so nötigen Auf-sicht und Besorgung dieser Sammlungen sich hingeben dürften, was unfehlbar entweder dieAnstellung besoldeter, nicht immer zuverlässiger Aufseher, oder dann den gänzlichen Buinderselben hätte nach sich ziehen müssen. Der Hauptzweck dieser Veräusscrungen endlich wardie Concentration der immer weiter sich zersplitternden Kräfte zur Aeufnung ihrer wichtig-sten und gemeinnützigsten Sammlung, nämlich der Bibliothek, zumal bei den ausserordent-lichen Fortschritten, welche die Naturwissenschaften seit Anfang dieses Jahrhunderts gemachthatten, uud die noch in fortwährendem Steigen begriffen sind, die in dieses weite Gebiet ein-schlagende Litteratur so ausserordentlich angewachsen war, dass die beschränkten ökono-mischen Hülfsmittel lange nicht hinreichten, um nur das Unentbehrlichste anzuschalfen. Den-noch wurden diese Schritte der Gesellschaft in öfl'entlicheu Blättern derselben zur Last gelegt;allein da diese Verhältnisse theils auf irrigen Angaben beruhend, theils nicht leidenschafts-los dargestellt waren, und die Erörterung derselben blos als Angelegenheit der Gesellschaftbetrachtet werden durfte, so wurde von dem Comite mit Einmuth beschlossen, diese An-griffe nicht zu beantworten.
Die aus dem Verkauf der Sammlungen erlösten Gelder wurden dem Hauptfonde zu-gewiesen , und nunmehr ward das unantastbare Stammcapilal von 20,000 fl. auf 24,000 fl.erhöht. Um dann ferner die Ausgaben zu reguliren fand man für zweckmässig, alljährlicheinen Voranschlag zu entwerfen , da in den letzten Jahren namentlich die Bücheran-schaffungen auf eine die Oekonomie bedrohliche Weise das gehörige Maas überschrittenhatten.
Als im Jahr 1835 das Museum gegründet worden war, beschloss die Gesellschaft umihre Theilnalune an dem Gedeihen dieses gemeinnützigen Instituts thätlich zu bezeugen, demWunsche der Vorsteherschaft desselben zu entsprechen, und die von der naturforschendenGesellschaft gehaltenen wissenschaftlichen Zeitschriften auf dem Museum zu allgemeiner Be-nutzung aufzulegen, wodurch freilich der einige Jahre früher im Interesse der Mitgliedergestiftete Lesezirkel aufgehoben wurde.
Obgleich schon in den ersten Jahren die Gesellschaft durch einzelne Mitglieder meteo-rologische Beobachtungen hatte anstellen lassen, und auch später Ingenieur Fehr solche auseigenem Antrieb fortsetzte, so blieben dieselben doch, als isolirt und nicht immer mit dernöthigen Genauigkeit ausgeführt , für die Wissenschaft von geringem Nutzen. Als aber Horner