auf die Wichtigkeit correspondirender Beobachtungen aufmerksam gemacht, seihst während \rmehr als 20 Jahren eine ununterbrochene Reihe von solchen Beobachtungen mit der ausser- jsten Sorgfalt angestellt hatte, glaubte die Gesellschaft es der Wissenschaft selbst, theils aber ]auch dem Andenken Horners schuldig zu sein, das begonnene Werk fortzusetzen, und be- j
stellte zu diesem Ende hin im Jahr 1835 eine eigene meteorologische Commission, welcher ,
die Anstellung genauer Beobachtungen aufgetragen wurde. Die Resultate ihrer Arbeitenwurden in den ersten Jahren zugleich mit der auf dem St. Bernhard und zu Genf ange-stelllen correspondirenden Beobachtungen in der Bibliotheque universelle bekannt gemacht,seit dem Jahr 1837 in eigenen Heften auf Kosten der Gesellschaft herausgegeben, welche in-dessen grösstcntheils durch freiwillige Subscription von einigen Mitgliedern gedeckt werden.
Um die Thätigkeit der Gesellschaft aufs Neue zu beleben und den Verhältnissen derZeit Rechnung zu tragen, wurden am 19. März 1838 einige wesentliche Veränderungen inder äussern Form und Anordnung der Zusammenkünfte getroffen, indem von nun an nurmonatliche Versammlungen festgesetzt, und die Zeit derselben auf den spätem Abend (imWinter um 6 Uhr, im Sommer um 7 Uhr) bestimmt wurden. Ferner fand man für zweck-mässig, dass anstatt einer einzigen Vorlesung jedesmal über mehrere Gegenstände kürzereschriftliche oder mündliche Vorträge gehalten werden möchten. Nach Beendigung der Ge-schäfte sollte der Rest des Abends gesellschaftlicher Unterhaltung gewidmet sein.
Im Jahr 1837 wurden der Gesellschaft einige von ihr bisher beworbene Räumlichkeitenvon der Zunftgesellschaft zur Meise aufgekündet, wodurch die Versetzung der Bibliothek inandere Zimmer nöthig ward. Allein schon im Jahr 1840 erfolgte von Seite des Miethsherrnauch die Aufkündung der noch übrigen Localitäten, so dass sich die Gesellschaft genöthigtsah, vorerst auf anderweitige sichere Unterbringung der Bibliothek bedacht zu sein, dannaber auch sich um ein anderes Local für ihre Sitzungen umzuschen. ln Voraussicht diesesbevorstehenden Ereignisses wurden daher schon im Jahr 1839 mit dem Löbl. Sladtralhe Un-
8 _ i
terhandlungen angebahnt, um für die Gesellschaft die nöthigen Räume auf dem Helmhause zugewinnen; allein bald zeigten sich für Einrichtung eines Sitzungslocals daselbst bedeutendeSchwierigkeiten und Unbequemlichkeiten, welche zu überwinden nicht leicht gewesen wären.Doch wurden diese Unterhandlungen im Jahr 1840 wieder aufgenommen , worauf mit ver-dankenswerther Bereitwilligkeit von dem L. Stadtrathe, in Folge eines für die Gesellschaftsehr vorlheilhaftcn Tractatcs, die nöthigen Bäume für die Bibliothek auf dem Helmhause ein-gerichtet wurden, so dass schon im September 1840 dieselbe in das neue Local über-gesiedelt werden konnte. Bei diesem Anlasse wurde von der Gesellschaft, ein bereits imJahr 1833 zur Sprache gekommenes, aber durch verschiedene Umstände nicht zur Ausfüh- !rung gebrachtes l’roject, die L. Bürgergemeindc der Stadt Zürich im Falle der Auflösung |der Gesellschaft durch eine rechtskräftige Urkunde zum Erben ihrer Sammlungen und ihres