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CLASSIS II. SPEC1ES.
sind die Schläuche an den Wurzeln dieser Pflanzengattung mit Wasserangefüllt. Wenn die Pflanze blühen will, entwickelt sich Luft in ihnen,wodurch sie fähig wird, die Blüthenschäfte über das Wasser zu erhe-ben. Nach der Blüthe ist die Luft verflogen, die Schläuche füllen sichwieder mit Wasser, und die Pflanze sinkt unter. Die Schläuche be-stehen aus einer durchsichtigen, elastischen Membran und haben eineOeflhung mit einem Deckel, der sich bloss nach aussen öffnen kann.Mit dem in den untern Theilen befindlichen Safte färbt man Leinwandblau (?). In den Apotheken führte man ehedem: Lcntibulariac folia.
Justicia, Jmticie.
■Jfc 113. J. coccinea Vahl. spicis terminalibus, bracteisfbliisque elliplicis, coro Harum galea lanceolata, apice reflexa,stigmale bilauiellato. Vahl Syinb. Smith i. pict. 8.
Scharlachrot he J. Tj. Die schönrothe Blüthe istglippig; die Ober-lippe ungetheilt. Die Kelchblätter linien-lanzetformig. Immer grün. AnFlussufern auf Cayenne.
^ 114. J. picta Vahl. racemis axillaribus terminali-busque, floribus yerlicillalis foliis elliplicis pictis.
Bunte 3. t). 3. Die schöne scharlachrothe Blüthe mit aufgeblasenemSchlunde; die Oberlippe 21appig; die Unterlippe 3spaltig. Die kurzge-stielten Blätter mit einem hellgelben Fleck in der Mitte. Immer grün.In Ostindien.
>><- 115. J. Adhatoda L. spicis axillaribus oppositis,bracteis ovatis acutis neryosis.
Treibende J. Tj. 6. 7. Die grossen weissenBlüthen in kurzen, win-kelständigen Aehren; die Oberlippe länglich; die Unterlippe 3spaltig,mit ähnlichen Abschnitten. Variirt mit eirunden und eirundherzförmi-gen Deckblättern. Immer grün. Auf Zeylon, Malabar.
Sie verlangen alle nahrhafte, bündige Erde, im Sommer viel, imWinter wenig Feuchtigkeit. No. 113. und 115. sind am zärtlichsten.Man vermehrt sie aus Saamen und durch Stecklinge im Mai oder Ju-nius. Die beiden ersten sind die schönsten. Sie werden in Indien umdie Tempel gepflanzt, und man gebraucht die Blätter an festlichen Ta-gen zur Zierde. Die letzte hat treibende Kräfte.
Lycopus, Wolfrfuss.
116. L. europaeus L. foliis profunde serratis, subpu-bescentibus. Schic. 1. t. 4. Eng. bot. 1105. Fl. D. 1081.
Gemeiner W. 11. 6 — 8. Mit kleinen weissen, gelb punktirten Blü-then. Variirt zuweilen mit lauter fast fiederspaltig - sägezähnigen Blät-