ÜRDO I. 393
lügen Blättern (A. angnstifolins ); und mit gelb oder silberfarbig ge-fleckten Blättern. Im südlichen Europa, vgl. S. 394. unten.
Das Holz des gemeinen Kr. glänzt wie Seide; in der Nähe derWurzel ist es schön geflammt, so wie die Wurzel selbst; es giebtschöne Fournire und Drechslerarbeiten. Die Brechen erregende Rindefärbt hell- und dunkelbraun. Die mit Essig abgeriebenen und gekochtenBeeren färben, mit einem Zusatz von Alaun, grün. Die reifen Beerenwerden in Frankreich zum Saftgrün (l'erd de P~essie ) benutzt. Manstösst sie in steinernen Mörsern und presst sie nach 8 Tagen durchLeinwand. Den Saft kocht man zur Honigdicke ein, mischt im Wasseraufgelösten Alaun darunter und lässt ihn in einer Blase an der Wärmeeintrocknen. Die Schönheit der Farbe wird erhöhet, wenn man denSaft nochmals in Wasser auflöst, durchseihet und nochmals trocknet.Die unreifen Beeren färben gelb und die überreifen scharlachroth. Mitden letztem färbt man in Russland Leder und hölzerne Waaren und beiuns die Karten. In den Apotheken führt man: Spinae eervinae baccae(welche purgiren), cerlex. — Die Beeren von dem Zwerg-, Stein- undimmergrünen Kr. geben die Graines d ’ Avignon , die man zu gelbenMalerfarben und zum Gelbfärben benutzt. Die Blätter des letztem ge-braucht man zu Thee, und die Zweige mit den Blättern zu gelben undgrünen Farben auf Wolle und Baumwolle, vgl. S. 394. unten.
P a 1 i ur u s , Stechdorn.
1054. P. aculeatus Lam. aculeis geininis: inferiorereflexo, floribus trigynis, drupa coriacea margine alata.P. australis Gaertx. 1. t. 43. f. 5. llharnn. PaliurusLink. Pall. fl. r. 2. t. 24. Zizyphus Paliurus W/i.i.o,Kern. t. 661.
Südlicher - St. tj. 5 — 7. Dieser 8 — 15 Fuss hohe Strauchtreibt viele kahle, aber in der Jugend behaarte Zweige. Die abwech-selnden Blätter sind kurzstielig, eirund und an beiden Enden stumpfzugespitzt, kaum merklich gezähnt, oben glänzend, unten blassgrünund 3-nervig. Der eine Dom ist noch einmal so lang und gerade. Diegelblichen Zwitter sind blattwinkelständig und bilden 3 — 8-blüthigeBüschel. Der grünliche Kelch ist inwendig gelb und hat 5 tiefe, aus-gebreitete Abschnitte; er enthält 5, mit gelben Kronenschuppen be-deckte Staubgefässe und 3 Staubw r ege. Die runde flachgedrückte Fruchtenthält eine 3-fächerige Nuss mit 2 — 3 glatten, süssen Kernen. InKrain, Friaul, Litorale.