ORDO I.
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1082. V. silvestris Lam. adscendens, foliis profunderordalis (supra hispidulis), calcare compresso integerriino(colorato), calycis appendicibus superioribus rotundatis, in fru-ctu (aculo) evanidis. Renn. pl. crit. I. 200. 201. VII.ic 822.
Wahl- V. l\. Die Stengel sind schlank, späterhin niederliegend, dieBlätter dünn, nicht selten in der Jugend herzlänglich und zugespitzt:die Achselblättchen stark gewiinpert; Blüthenstiele lang und schlank;die grosse Blüthe — vgl. pl. crit. VII. ic. 822 — ist violett und ge-ruchlos; die Blumenblätter lanzettlich gestreckt, auf den mittlern istder Bart sehr gering und scharf begrenzt; das untere Blumenblatt istnur seicht ausgeschweift und allein liniirt; der elliptische Sporn ist ge-färbt, zusammengedrückt, gerade und länger als die untern Kelchblätt-chen. Spätere Blüthen erscheinen ohne Blumenblätter. Die Kapsel istzugespitzt. Es findet sich wohl durch ganz Europa und wurde bereitsvon La mark und von Kitaibel unter gleichen Namen von allen an-dern unterschieden. Im September blühet es nicht selten noch einmal,mit etwas kleinerer Blüthe.
1083. V. Ri Tili ia na Rchd. adscenderis, foliis pro-funde cordatis (supra hispidulis), calcare apice emnrginato(decolore), calycis appendicibus superioribus angulalis, infruclu (aculo) immutulis. Reim. pl. crit. I. 202. 203. VII.ic. 821. — V. inodora major Iliv. — V. canina CüiitFl. Loud. 1. 182. Fl. dan. 1453.— V. neglecla M. Biku.Fl. alb. — V. canina M. Bieb.
Rivinisches V. 7\. 3 — 5. Sie ist stärker als V. silvestris. IhreBlätter sind mehr gerundet und fester; die obern Achselblättchen ent-fernter gewiinpert; die grossen geruchlosen Blumen — vgl. pl. crit.VII. ic. 821 — sind wässerig lila; von kürzer gedrungenem Bau, ge-wöhnlich grösser als die der V. silvestris; die dreimal gestreiften mitt-leren Blumenblätter haben einen starken Bart, das untere Blumenblattan der Basis liniirt, und abgerundet; der aufgeblasene, dicke, fast auf-steigende Sporn ist hinten ausgekerbt und farblos, dabei halb so lang,als die untern Kelchblättchen. Sie ist fälschlich mit V. canina Lina,verwechselt worden, und der unparteiische Beobachter der lebendenNatur, wird hoffentlich noch nach Jahrhunderten unsre auf treue Auf-fassung der ganzen Entwickelung dieser Gewächse gegründeten Ansich-ten theilen, und sich nicht irren lassen, wenn andere durch Herbarienverleitet, die nur dem Leben gehörenden Formen im trocknen Zustande