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1 (1833) [Genera et species plantarum] / [Dr.Johann Christian Mössler]
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CLASSIS V. SPECIES.

1093. V. biflora L. caule (sub)bifloro, foliis reai-formibus serratis. El. Dan. 46.

Z w eib 1 ü t higes V. IR 6 — 8. Der liegende Stengel wird 3 — 4 Zullhuch; er trägt fast immer nur 2 Blüthen und 2 Blätter. Diese amStengel wechseln ab, sind gestielt und stumpf gekerbt. Die eirund-lanzettförmigen Nebenblätter sind ganz. Die kleine Blüthe ist schöngelb. Auf Alpen und Voralpen; Oestreich, Lausitz, Sachsen undNorden. — Eine Blüthe kommt meist viel später als die andre.

d, JonidJum Ve»t.: Caljce exappendiculato, untherisliberis , glandulin neclariferis perigynis.

-}*(- 1094. V. Ipecacuanlia L. foliis ovalibus serratisglabris, pelala inferiore plano. Pombalia Ipecacuanha Y an-»el. fase, pl t. 1.

I p e kaku anha - V. 1). Die weisse Wurzel ist ästig. Die rundenStengel werden 2 Fuss hoch. Die abwechselnden Blätter sind gestielt:die Stiele ganz kurz und haben 2 lanzettförmige, vertrocknete Neben-blätter , die sich in Grannen endigen und bekielt sind. Die einzelnen,seitenstäiidigen B üthen stehen auf Stielen, die kürzer sind als die Blät-ter. Zwei sehr kurze Deckblätter finden sich an der Mitte des Blüthen-stiels und sind an der Spitze behaart. Die 5 Kroublättcr sind weiss:die 2 kurzem sind linienförmig; 2 etwas längere sind rückwärtsgebo-gen und ausgerandet; das unterste und grösste ist ohne Sporn. InBrasilien.

Die Blätter von dem wohlriechenden V. zählt man unter die Früh-lingsgemüse. Man führte sonst in den Apotheken: Violae odoratae, seuMartiae floreg, herba, semina, radix. Die Blüthen geben den bekann-ten Veilchensyrvp, der lange als Prüfungsmittel der Säuren und Lau-gensalze diente, jetzt aber der Lackmus-Tinktur nachsteht, die sichrereResultate giebt. Der Essig erhält einen angenehmen Geruch und schöneFarbe davon. Die Morgenländer bereiten aus dem im Wasser aufge-lösten Veilchensyrup ihren Serbet. — Von dem Hunde - V. führt mannoch hier und da: Violae c aninae radix. — Das 3 -farbige V. giebtmit verschiedenen Zusätzen verschiedene Farben. Das Kraut erregt,wie das aller übrigen Gattungsverwandten, Brechen und Laxiren. Inden Apotheken führt man: Trinitatis, Violae seu Jaccae tricoloris flo-res, herba, radix. •— Das sicher-V. wird als Gemüse benutzt. V. Ipe-cacuanha liefert eine weisse Ipekakuanha-Wurzel, Rudix Ipecacuanhaealbae; eine andere die Riehardsonia brasiliensis.