ORDO II.
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und gewöhnlich einfach ist: die grössten sind etwas ästig. Die ganz--räudigen Blätter sind kahl ."•'die Wurzelblätter sind verkehrt-eirund; di<ides Stengels stehen gegenüber und sind ungestielt verbunden. Die ein-,zelnen Endblüthen sind gestielt, gross und schön azurblau. Der kahle,vierkantige Kelch hat 8 Streifen. Die Krone hat eine bauchige Röhre r,die stumpf-eirunden Abschnitte sind gezähnelt und von der Mitte bis auden Schlund zart bewimpert. Es sind nur 4 Staubfäden vorhanden,und im Grunde der Krone 4 Drüsen. Die einfächerige Kapsel enthältrundliche Saamen. Auf bergigen Wiesen und Triften ; Oestreich, ■Krain, Schwab. Würzb. Wett. Hessen, Frankf. a. M. Gött. Thü-ringen.
Der gelbe E. gehört zu den wichtigsten Arzneimitteln; wegen derungemeinen Bitterkeit ist seine Wurzel bei Magenschwächen vorzüglichwirksam. Man benutzt sie zu Kräuter-Tränken und zieht einen gesun-den Branntwein ( Enziangeist ) daraus. Bei dem Vieh wird sie mit gu-tem Erfolg gegen die Würmer und den kalten Brand gebraucht. In denApotheken führt man: Gentianae rubrae rudix; von G. asclepiadeaführte man sonst: G. aselepiadeae radix; von dem gemeinen E .: Pneu-monanthae folia, radix; von dein grossblüthigen E .: Gentianellae al-pinae magno ßore radix; von dem deutschen E. wird wenig mehr Ge-brauch gemacht, man kennt ihn unter dem Namen: Gentianellaeherba; der Kreuz-E. gab sonst: Gentianae cruciatae radix, herba.Sie besitzen alle eine durchdringende Bitterkeit. Sie sind sämmtlichschöne Gewächse. Die meisten wollen eine milde Erde, schattigen abernicht zu nassen Boden. Man vermehrt sie durch Saamen und Wurzel-theilung.
C u s c u t a , Flachsseide .
1164. C. europaea L. raraosa, florum gloinerulobracteato, sipiamis corollae globosae adpressis. Engl. b. 378.FI. D. 199. Schic, t. 27. Sturm I. 10. Rchb. pl. crit.V. 690.
Europäische Fl. G- 7— 9. Die kleine Wurzel verwelkt sehrbald. Die fadenförmigen Stengel sind röthlich, kahl; sie winden sichum andere Gewächse und saugen sich mit warzigen Auswüchsen fest.Die Blätter sehr klein, schuppenartig. Die glockenförmigen Blüthensitzen nicht so dicht, als bei der folgenden, sie stehen meist in denAstwinkeln, sind hellroth und gewöhnlich 4, doch auch zuweilen 5-spaltig. Ein eirund-spitziges Deckblatt steht unter jedem Biüthenknaui.Die Abschnitte des Kelchs sind immer so vielzählig als die der Krone.Es finden sich 4 — 5 linienförmige, gespaltene Schuppen unter und