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CLASSIS V. SPECIES.,
Engl. b. 479. Fl. D. 206. Schk. t. 71. Cicutaria aqua-tica Lam. Coriaudruni Cicuia Rotii.
Giftiger W. 6 — 8. Die dicke, fächerige Wurzel giebt nachdem Durchschneiden einen hellgelben Saft von sich, der an der Luftröthlich wird; sie treibt viele senkrechte Fasern. Der aufrechte, rüh-rige Stengel ist 2-theilig, an der Basis röthlich und 2 — 4 Fuss hoch.Die Wurzelblätter sind gefiedert-vielfachzusammengesetzt: die unterndes Stengels gefiedert-doppeltzusanmiengesetzt; die obern gefiedert-zu-sammengesetzt. Das unpaare Blättchen allezeit 3-theilig; die übrigen2- und 3-theilig. Die Blattstiele haben an der Basis eine Scheide miteinem häutigen Rande. Die Endschirme sind vielstrahlig und gewölbt;das Schirmchen vielblüthig. Das Hüllchen hat linienförmige Blättchen,von denen die äussern breiter, länger als ihre Schirmchen und fastsägezähnig sind. Der Kelch ist kaum bemerkbar und 5-zähnig. DieKronenblätter sind eingebogen - herzförmig. Die Frucht hat breite, we-nig erhabene Rippen und zerfällt in 2 halbkugelrunde 5-rippige Saa-men, die eigene Saamenstielchen haben. In Sümpfen, Gräben, anFlussufern fast überall.
Dieses Gewächs gehört zu den stärksten, deutschen Giftpflanzen.Vorzüglich giftig ist die im Frühjahr gesammelte Wurzel. Der Genusserregt Schwindel, Neigung zum Schlaf, Angst, Wahnsinn, Wuth,Uebelkeit, Brennen, Entzündung und schnellen Tod. — Essig, saureFlüssigkeiten und Brechmittel sind die sichersten Gegenmittel. In denApotheken führt man: Cicutae (aqualicae) herba.
296. (27.) Cliaerophyllum, Kälberkropf.
1329. CIi. aromaticum L. caule aecjuali, folioliscordalis serratis inlegris, fructibus biaristatis. Jacq. a. t.150. Rchh. pl. crit. VI. ic. 707. Scandix tinctoria Scop.Myrrhis arom. Srfi.
Gewürzhafter K. 2j. 6. 7. Der Stengel und die Blattstiele sindborstig; der erstere hat oft rothe Streifen. Die Blätter sind alle fastdoppeltgedreit: auf der obern Fläche sind sie kahl, auf der untern anden Nerven und Adern behaart. Die Blüthen sind meist männlich, weissund nicht gestrahlt. Die Hüllchen bestehen aus 7 — 9 lanzettförmigen,zurückgeschlagenen Blättchen. Der längliche, kahle Saame ist braun,auf der einen Seite rinnenförmig, auf der andern erhaben und verloren4-furchig. Die seltner vorkotnmenden rotlien Blüthen sollen alle frucht-bar sein. Auf Wald-Wiesen; Oestr. Krain, Oberlaus. Schlesien,Meissner und Dresdner Gegend'.