ORDO I.
701
1769. R. divaricata Ten. viridis, foliis suprade-compositis: laciniis obovato-liuearibus, pelalis basi subden-tatis, capsulae gibbis obtusis distanlibus. Rena. p]. crit.VIII. Ic. 1060 — 71. jS. crilhmifolia Moric. DeC.
Ausgespreizte R. 7\. 4. 5. Grün, Blättchen langgestreckt, Blu-menblätter nur an der Basis gezähnt, Kapselhöcker stumpf. An Felsenam südlichen Litorale, vorzüglich am M. spaccato bei Triest.
>*c 1770. R. graveolens L. foliis supradecornposl-tls, foliolis oblongis, temdnali obovalo, pelalis integerrimis.Lam. illust. t. 345. Gaehtn. 2. t. 111. f. 6. Sciik. t.115. Hanne Arzng, VI. 8.
Gemeine R. Gartenraute. 2{. 7— 9. Sie ist krautartig undnach unten fast holzig und ästig; sie wird 1 — 2 Fuss hoch. Die ab-wechselnden Blätter sind gestielt: die fiederspaltigen Fiederchen habenlinienlanzettförmige, stumpfe, kahle Blättchen, die auf der Unterflächemit drüsigen Punkten besetzt sind. Die gelben Blüthen bilden an denSpitzen der Zweige ästige Schirmtrauben. Die Seitenblüthen enthalten 4Blätter und 8 Staubgefässe. Die gewölbten Kronenblätter sind am Randewellenförmig und hier und da etwas eingerissen. Auf rauhen Gebirgs-gegenden, Basaltfelsen im südl. Europa.
1771. R. bracteosa DeC. foliis supradecompositls,laciniis obovato-cunealis; bracteis (magnis) lato-ovatis cor-datisque, petalis longe ciliatis, capsulae glob osae gibbis acu-tis conniventibus. Rchb. pl. crit. VIII. ic. 1063.
Deckblattreiche R. ZI. 5. 6. Der Gartenraute sehr ähnlich, aberrobuster und durch die grossen Bracteen und stark gewimperten Blu-menblätter, vorzüglich bestimmt durch die spitzigen Kapselhöcker *)ausgezeichnet. Inseln im adriat. Meere.
Der starke Geruch dieser Pflanzen, ihre Bitterkeit und Schärfe ma-chen sie zu einem sehr heilsamen Heilmittel, das als solches seit undenk-lichen Zeiten gebraucht worden ist; vorzüglich wird die gemeine Gar-tenraute als ein nerven- und magenstärkendes Mittel angewendet. DerSaarne hat ähnliche Eigenschaften, ln den Apotheken führt man: liu-
*) Bekanntlich habe ich die Diagnosen der Rauten durch die Mit-betrachtung der Frucht befestigt. Vgl. Pl. crit. Cent. IX. u. Fl. germ.p. 565 — 66.