192 Thätigkeit der Klappe» während der Systole.
wieder. r ist hier der große vor dem Eingang in die Aorta liegendeAbschnitt (/ Fig. 106.) und die doppelte kleinere an der Außenwaindbefindliche Abtheilung. Man bringt sich dieses eigenthümliche Bild am
Fig. IM.
Einfachsten hervor, wenn man Wasser von der Lungenschlagader und derAorta aus so weit eingießt, daß dieses zuletzt etwas höher, als die Ge-gend der venösen Klappen liegt, in jenen Schlagaderstämmen hinaufreicht.Ist ein Theil der Klappen verknöchert, hat man zufällig eine oder mehrereder zu ihnen verlaufenden Sehnen verletzt, so hört der genaue Verschlußauf. Er wird daher auch im Leben mangeln, wenn sich Kalkmaffen injenen Gebilden abgesetzt oder andere organische Fehler in diesen Theilenselbst oder in den Nachbarstücken eingenistet haben.
Die halbmondförmigen Klappen der Lungenschlagader ck und derAorta o, Fig. 110, sind dem Augenblicke der Kammerzusammenziehungentsprechend so dargestellt, daß ihre Taschen den Schlagaderwänden an-liegen. Die Mittelpunkte der freien Ränder aller Klappen zeigen ihreStützknoten, die man mit dem Namen der Morgagni'schen in derLungenarterie und mit dem der Arantius'schen in der Aorta bezeichnet.
tz. 590. Fig. 111 sucht uns umgekehrt die Verhältnisse der Kam-merdiastole aus demselben Herzen zu versinnlichen. Die rechte und dielinke venöse Mündung a und ü sind hier offen. Man sieht, wie diedrei- und die zweizipfelige Klappe den Kammerwänden anliegen. Diehalbmondförmigen Klappen der Lungenschlagader e und der Aorta ciwurden dadurch gestellt, daß man jede ihrer Taschen mit Wasser aus-