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3 (1834) Phanerogamia, monoecia und dioecia, nebst allgemeinem Register / [Dr.Johann Christian Mössler]
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XLII
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XLII

VII. Classe. Kelchblilihige , Calycantliae: Blattkeimermit Blumenkrone, welche die Tlieilung in mehrere geson-derte Blumenblätter erreicht hat und nebst den Slaubge-fässen auf dem Kelche eingefiigt ist. Vollendung undVorwalten der Blumenkrone.

VIII. Classe. Slielblüthige , Tlialamanlhae: Blattkei-mer mit mehrblälleriger Blumenkrone, welche nebst denStaubgefässen auf dem Bliithensliele eingefiigt ist, sodass die einzelnen Bliilhenkreise eine völlige Unabhängig-keit von einander erlangt haben.

Um diese Steigerung des Gewächsreichs deutlich zubegreifen, muss man einige wenige Grundgesetze auffasseiiund deren Wallen in der Entwickelung der Stufen undReihen beachten.

a. anatomische oder Bildungsgesetze:

1) im Beginnen ist allen Gewächsen nichts gemein-schaftlich als der Keimpunkt selbst, der sich zum Keim-ling gestaltet,

2) mit der Bildung des Keimes hängt die Bildung seinerHülle unmittelbar zusammen, alles organische mussumhüllt sein,

3) im Gegensatz zum Keimling bildet sich ein Eiweissund mit ihm verdoppeln sich die Hüllen,

4) anscheinend gleichartige Substanzen werden währenddes Wachsthums oder im Aufsleigen der Stufen inungleichartige gelöst,

5) Schichten verschiedener Substanzen entwickeln sichauf ähnliche Weise aus Verschmelzung.

6) Organe deuten sich auf niederer Stufe in Vorbildun-gen an, treten auf höheren deutlich hervor, werden,während sie im Beginnen oft in Verwachsung mitandern oder in Verkümmerung erschienen, auf derhöchsten Stufe vollendet und frei.

I). physiologische oder L ebeusgese tzc:

7) die allerniedrigsten, einfachsten, beginnenden Ge-wächse sind diejenigen, bei denen das Mittelglied der