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Beschreibung der königlich bayerischen Salinen Reichenhall & Berchtesgaden : aus amtlichen Quellen gesammelt
Entstehung
Seite
24
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Die Herdstöcke dieser Pfannen ruhen aus unterirdische»Gewölben, welche zur Aufbewahrung verschiedener Materi-alien benutzt werden, und durch den Stollengang, in welchemdie Sooleleitungen liegen, unter sich und mit dem Hauptbrunn-hause unter der Erde in Verbindung stehen.

Die Pfannenböden sind von Eisenblech und doppelt zu-sammengenietet, die Borden oder Seitenwände aus Guß-eisen zusammengeschraubt.

Jede dieser Pfannen hat ihren besondern Schwadensang(Dunstdecke mit Dunstkamin) und die Körnpsanncn noch übcr-dieß einen besondern Auszug oder Salzlege, auf welche dasfertige Salz alle 3 Stunden ausgezogen wird.

Die kalte Soole wird in die Wärmpfanne eingelassenund dort binnen 3 Stunden zum Sieden gebracht.

Nach jedem Salzauszuge aus der Körnpfanne vermindertsich der Stand der Soole in derselben um das Volumen desausgezogenen Salzes.

Eine weitere Verminderung erfolgt innerhalb dieser 3Stunden durch die Verdünstung und dieser Abgang wird nachjedem Salzauszuge wieder aus der Wärmpfanne ersetzt.

Ein Gleiches geschieht hienach bei der Wärmpfanne durchkalte Soole.

In der Wärmpfanne scheidet sich aus der Soole nochGyps und kohlensaurer Kalk aus, welche sich auf dem Bodenderselben zu Wärmpfannenstein bilden.

In der Körnpfanne aber wird daS Kochsalz gebildet.

Diese Feuerung hat bei richtiger Führung den Vorzug, daßalte verbrennbaren Theile des Holzes vollständig verzehrt werden,und daß sich in den FeuerungSräumen und Kaminen gar keinRuß bildet; daher ist sie nicht blos wirthschaftlich, sondern siegewährt auch möglichste Sicherheit gegen Branduuglück.