VORWORT.
Vorliegende analytische Tabellen habe ich für IJegetschwer-ler’s Flora, die mir, nach des Verfassers Tode, zum Vollendenübergeben wurde, ausgearbeitet, um dadurch angehenden,schweizerischen Botanikern ein Mittel zu leichterer Bestim-mung der einheimischen Pflanzengattungen an die Hand zugeben. Das Linne’sche System, welches dieser Flora zu Grundegelegt w r urde, erleichtert zwar wesentlich das Aufsuchen derGattungsnamen; doch wird der Anfänger durch die vielenAusnahmsfälle desselben nicht selten irre geleitet und beigrösseren Classen erst nach Vergleichung einer grossen Zahlvon Gattungen zu der Gesuchten geführt. Durch Verbindunganalytischer Tabellen mit dem Linne’schen Systeme wird aberdiesem Uebelstande abgeholfen, da bei der analytischen Me-thode die unterscheidenden Merkmale der zunächst stehendenGattungen scharf hervorgehoben werden und zudem alle Aus-nahmsfälle berücksichtigt werden können.
Da diese Tabellen für Anfänger berechnet sind, welchezunächst im Aufsuchen der Gewächsgattungen sich fleissigiiben müssen, sind dieselben vielleicht manchem erwünscht,welcher Uegetschweiler’s Flora nicht bedarf oder eine anderezum Aufsuchen der Arten benutzen will; es wurden daher eineZahl von besonderen Abdrücken besorgt, in welchen indesskeine Aenderungen vorgenommen werden konnten , daherauch hier die in Hegetscktceiler’s Flora gegebenen Gattungenzu Grunde gelegt sind; wo jedoch von namhaften Floristen,wie namentlich Gaudin und Koch, die Gattungen andersumgränzt wurden, wurde auch auf sie Rücksicht genommen,so dass die Tabellen auch für ihre Werke benutzt werden können.
Ueber die Einrichtung der analytischen Tabellen habe ichzu bemerken, dass in jeder Classe die Gattungen zunächstnach zw r ei sich widersprechenden und sich ausscbliessendenMerkmalen in zwei Abtheilungen gebracht sind, jede Abthei-lung auf gleiche Weise wieder in zwei und so weiter, bis aufdie einzelnen Gattungen herab*