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Erstes Bändchen. Von der ältesten Zeit bis zu Christoph Columbo's Tode / von Karl Falkenstein
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setzung seiner Studien auf die hohe Schulenach Pavia, allein er unterbrach dieselben,noch sehr jung, um sich dem angebornenHangezur Seefahrt gänzlich hingeben zu können.

Seine Forschritte waren sehr bald ausfal-lend. Er übertraf alle seine Zeitgenossen in derGeometrie, Sternkunde und Cosmographie, undhatte sich bis in sein vierzigstes Zahr Schätzevon Erfahrung gesammelt. Um dieselbe Zeitschlug MartinBehaim den Seeleuten vor,sich des Astrolabiums zur Beobachtung der geogra-phischen Breite auf offener See zu bedienen.Columbus ergriff den Vorschlag mit Enthusias-mus, erfand in kurzer Zeit die Kunst, mittelstdieses Instruments die Länge und Breite derSchiffe zu bestimmen.

So vervollkommte schon sein schöpferischesGenie die Nautik, bevor er noch Gelegenheithatte, sein großes Vorhaben auszuführen. Weilvon Portugal aus fast alle größern Unterneh-mungen zur See gemacht wurden, und Lissa-bon der Hauptsitz der Schiffahrt war, wählteer iff seinem vierzigsten Zahre nebst seinem Bru-der die letztere Stadt zum Aufenthalte, und ver-mahlte sich damit Philippina MnizPe-restrclla, einer Tochter jenes BartolomeoPerestrello, welcher Porto Santo und Ma-deira zuerst hatte anbauen helfen. Zn dieserEhe zeugte er einen Sohn Diego, welcherihm später in der Würde eines VicekönigS vonIndien nachfolgte.

Bei seinen beständigen kleinern Reisen »achMarseille, Venedig und Alexandrien konntenihm die wichtigen Entdeckungen, welche die